Nicht sollte; nicht hätte, nicht könnte, nicht würde. Sondern machen. Mit dieser Botschaft, markant auf ein T-Shirt gedruckt, hatten die Piraten ihren Wahlkampf 2017 in Graz bestritten. Philip Pacanda wollte so den neuerlichen Einzug in den Gemeinderat schaffen, scheiterte damit aber. Damit war das Gastspiel der Piraten im Grazer Rathaus nach nicht ganz fünf Jahren wieder vorbei.
2021 scheiterte man ebenfalls am Wiedereinzug, 2026 will man es aber erneut wissen. Die Piraten haben auf ihrer Generalversammlung beschlossen, sich der Graz-Wahl zu stellen. „Graz ist eine bunte Stadt – und wir wollen, dass sich das auch am Stimmzettel zeigt“, sagt Cosma Tieber, Mitglied des Landesvorstandes der Piratenpartei.
Graz-Wahl: Piratenpartei muss 200 Unterstützungserklärungen sammeln
Um wirklich am Stimmzettel zu landen, braucht es aber 200 Unterstützungserklärungen von wahlberechtigten Grazerinnen und Grazern. Nach den offiziellen Fristen dürfen die Piraten aber noch nicht sammeln, aber Interessierte können sich auf deren Homepage vorregistrieren. „Unterstützungserklärungen kann man in Österreich noch immer nicht online abgeben – obwohl das bei Volksbegehren längst möglich ist“, kritisiert Tieber. „Wir haben diese Vorregistrierung gestartet, damit eine junge, neue Kraft am Stimmzettel steht.“
Wie die Piratenliste aussieht und wer als Spitzenkandidatin oder -kandidat in die Wahl zieht, wird „demnächst“ entschieden, heißt es seitens der Partei.