Hauchdünner Boden, fluffiger Rand – das zeichnet die Pizza Napoletana aus, die aktuell in Graz immer stärker im Trend ist. In Eggenberg ist sie – dank des gleichnamigen Lokals – ohnehin schon in aller Munde. Doch nun will der Chef von „Das Eggenberg“, Philip Oswald, gemeinsam mit Peter Drechsler das Geschäft mit den Fladen deutlich größer denken: „Wir haben getüftelt, wie wir diese Pizza-Rohlinge in einer Kühlvariante für zuhause so produzieren, dass man daheim eine Original-Napoletana wie aus dem Restaurant genießen kann.“

Pizza-Bar: Filialen bis nach Wien

Was im Lokal auch schon über die Take-Away-Theke wandert, wollen die beiden Grazer nun im großen Stil ausrollen. Unter der Marke „Amore Loui“ startet man mit heute durch. Die Produktion ist auf dem Air Base One-Areal in Kalsdorf untergebracht. Dort werden die Rohdiamanten mitsamt dem Schliff, den eigens verpackten Zutaten für den Belag, für den Verkauf vorbereitet: „Wir wollen in Etappen Pizza-Bars in der Grazer Innenstadt, der West- und Obersteiermark sowie Wien aufsperren“, gibt Oswald die Richtung vor.

Produktion: 1000 Pizze pro Tag bis Ende 2025

„Aktuell produzieren wir schon 500 solche Kühlpizzen pro Tag, bis Ende des Jahres sollen es 1000 Stück am Tag sein“, verrät Drechsler. Der Teig zieht 72 Stunden, die Rohlinge werden mit Tomatensauce vorgebacken, vakuumiert und gekühlt. Dazu gibt es den Belag, man kann daheim aber auch mit Zutaten aus dem Kühlschrank nach Belieben improvisieren und erweitern. Der belegte Rohling soll dann bei möglichst scharfer Hitze (250 bis 300 Grad) im Backofen drei bis fünf Minuten fertiggebacken werden.

Napoletana aus Graz mit einem Fuß in Deutschland

Schon jetzt beliefert man in Graz Business-Partner, wie einen Trampolin-Park und Szene-Treffs in Graz, die die Kühlpizza servieren. Nun wendet man sich auch offensiv an Einzelkunden. Philip Oswald erklärt das Prinzip der Kette: „In den Pizza-Bars kann man dann die Napoletana vor Ort genießen, aber eben auch für zuhause abholen. Wir bieten natürlich auch Lieferservice an, aber mit dem Vorteil, dass man die Pizza dann nicht lau vom Boten geliefert bekommt, sondern daheim nach wenigen Minuten frisch und heiß aus dem eigenen Backofen in Restaurant-Qualität auf den Tisch bekommt.“ Der Preis für den Fladen beginnt, je nach Ausstattung, bei zwölf Euro

Millionen-Investment

Das Investment liegt im einstelligen Millionenbereich, Geschäftsmodell samt Businessplan sind schon länger gereift. Die Zuversicht der Gründer entsprechend groß: „Wir verhandeln auch schon mit Partnern in Deutschland.“ „Amore Loui“ ist schon mit einem Fuß beim großen Nachbarn ...