Endlich! Vor allem viele Radfahrerinnen und Radfahrer werden aufatmen, wenn es auch bis zum Durchschneiden eines roten Bandes vor dem nagelneuen Pongratz-Moore-Steg noch bis Ende 2026 dauert – aber zumindest präsentierte am Donnerstag die Grazer Politik den Fahrplan für den Neubau dieses Stegs, der immerhin schon seit Juli 2023 aufgrund von Sicherheitsmängeln gesperrt ist. Nun ist aber klar, ab wann diese wichtige Verbindung für die Bewohner von Andritz und Gösting wieder stehen wird – und wie sie künftig aussieht.
Was fix ist: Der neue Steg wird eine Spannweite von 66 Metern haben und 4,50 Meter breit sein, der aktuelle hatte lediglich 1,80 Meter Breite, betonen Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne), Stadtbaudirektor Bertram Werle sowie Projektleiter Wolfgang Toman. Die Kosten werden mit 6,5 Millionen Euro beziffert, wobei 3,5 Millionen von der Stadt direkt kommen und der Rest von den Leitungsträgern wie Energie Steiermark und Energie Graz. Denn der Steg beherbergt auch Strom-, Wasser-, Internet und Telekommunikationsleitungen.
„Der bestehende Steg weist massive Korrosionen und Beschädigungen sowie gravierende Mängel an Kabeltassen, Leitungen und Lagerkonstruktionen auf. Eine Begehung stellt ein extremes Sicherheitsrisiko dar, weswegen Anfang Juli 2023 eine behördliche Sperre veranlasst wurde“, heißt es bis heute seitens der Stadt Graz.
Dass bis zum Startschuss für den Neubau im Herbst 2025 ziemlich viel Zeit vergeht, ist auch den Verantwortlichen im Rathaus bewusst – doch man habe es mit einigen Herausforderungen vor Ort zu tun: Abgesehen vom Naturschutzgebiet Weinzödl in der Nähe habe man Hochwasserschutzmaßnahmen und die wichtigen Leitungen im Auge behalten müssen. Und wie wäre es mit einem Provisorium gewesen? „Eine Pontonbrücke, also eine Schwimmbrücke, wie sie vom Militär oft verwendet wird, ist in einem Fließgewässer mit hoher Strömungsgeschwindigkeit wie bei der Mur vor allem bei Hochwasser zu gefährlich für eine öffentliche Überquerung. Für Holzstege oder Baileybrücken (Behelfsbrücken aus vormontierten Einzelbauteilen) ist die Spannweite der Mur zu groß“, entgegnet man seitens der Stadt.