Mit exakt 129 Insolvenzen 2024 führt das Bau- samt Baunebengewerbe die traurige Insolvenzstatistik in der Steiermark an, liest Franz Blantz, Geschäftsstellenleiter des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV), aus seinen Zahlen: „Die Baubranche liegt damit sogar noch vor dem Handel.“ Und noch ist kein Ende in Sicht: Zuletzt hat national die Insolvenz der Wiener Immobilienentwickler 6B47 Real Estate Investors AG mit Verbindlichkeiten von rund 43,7 Millionen Euro, etwa 130 Gläubigern und 15 Beschäftigten für Schlagzeilen gesorgt. Die „Silver Living“, die auch in der Steiermark mit Bauherrenmodellen seit Jahren auf dem Markt war, war nur Tage davor in den Konkurs geschlittert. Nach dem lang anhaltenden Boom vor Corona, kamen Zinserhöhungen, massiv steigende Baukosten und als Konsequenz die Zurückhaltung von Wohnungskäufern.
Krise hält an
Die harte Landung nach dem großen Bau-Boom
Die meisten Insolvenzen gab es 2024 in der Steiermark in der Baubranche. Und noch ist die „Marktbereinigung“ nicht vorbei, fürchten Experten.
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