Es dauert nur wenige Minuten, bis man im Ruheraum hinten schon leises Schnarchen hört. „Der Mann hat ziemlich eindeutig die Nacht draußen verbracht“, sagt Jakob Url. Schon viele Minuten, bevor sich um 9 Uhr die automatischen Schiebetüren der Bahnhofsmission öffnen, wartet eine Gruppe Menschen auf den Einlass. Sie kommen, um sich ein paar Stunden gemütlich hinzusetzen, ohne gestört zu werden, auf ein warmes Getränk und ein Marmeladebrot. Oder, um auf einer Couch im hinteren Raum endlich in Sicherheit schlafen zu können.
© Caritas
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Grazer Bahnhofsmission
Wo Menschlichkeit auf einem Marmeladebrot serviert wird
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Reportage.
Mit der Bahnhofsmission hat die erste steirische Caritas-Einrichtung wieder aufgesperrt. Der Bedarf ist nicht geringer als in der Nachkriegszeit.