Es war im Jahr 2003, als in Bad Aussee der Verein „Ausseer Schulen für Afrika“ gegründet worden ist. Geboren worden ist die Idee, nachdem eine Bergsteigergruppe aus dem Ausseerland zum Kilimandscharo nach Tansania gereist und der Wunsch entstanden ist, den Einwohnern dieses Landes zu helfen. Gründungsmitglied und heutiger Obmann des Vereins ist Peter Ebner, Lehrer an der HLW Bad Aussee. Mit der Diözese Morogoro in Tansania ist der Verein eine Partnerschaft eingegangen, zahlreiche Projekte wie der Bau von Krankenstationen, Schulen und Internaten sowie die Anschaffung von Rettungsautos konnten dank der Hilfe aus dem Ausseerland verwirklicht werden.

Christine Brunnsteiner

Soziales Engagement jedes einzelnen Menschen unterstützt den Zusammenhalt und die Solidarität unter den Menschen“, ist Christine Brunnsteiner (65) überzeugt. Als Obfrau des Vereins „Wir für uns“ mit Sitz in ihrer Geburtsstadt Eisenerz ist die ehemalige Fernseh- und Radio-Moderatorin steiermarkweit unterwegs und gibt dem Zusammenleben und der Hilfe zwischen Jung und Alt seit 2009 ein Gesicht. Erst kürzlich hat sie das neueste Projekt des Vereins, einen Generationengarten mitten in Eisenerz, vorgestellt. Ob Stammtische, Nachbarschaftshilfe oder ehrenamtliche Arbeit – Brunnsteiner versteht es, Menschen zusammenzubringen und zu motivieren. Für viele Menschen ist die zweifache Mutter aber auch ein Symbol für den Kampf gegen Krebs. Ihre Brustkrebserkrankung im Jahr 2000 machte sie öffentlich und veröffentlichte „ohne Selbstmitleid und mit viel Humor“ auch Tagebücher unter dem Titel „Brust heraus“.

Franz Waldauer

Bekäme ich für diese Tätigkeit ein Gehalt, würde ich sie nicht machen“, sagt Franz Waldauer. Helfen zu können, das treibe ihn an. Vor zehn Jahren hat er den „Verein der Freunde des Apfelberger Adventsingens“ gegründet und seither mit seinem Team mehr als 150.000 Euro an Spenden eingespielt. Das Geld geht an krebskranke Kinder oder wird für Therapien verwendet, die schwerkranke Kinder aus der Region brauchen. Wer das Adventsingen in freier Natur-Idylle im Knittelfelder Ortsteil Apfelberg heuer erleben möchte, muss sich Mittwoch, den 11. Dezember, dick im Kalender anstreichen (19.30 Uhr). Nächstes Jahr plant Waldauer mit seinem Verein wie schon 2018 auch ein großes Passionssingen – natürlich auch wieder für den guten Zweck.

Roswitha Fraiss

Für ihr Einfühlungsvermögen ist Roswitha Fraiss schon seit jeher bekannt. Als Intensivkrankenschwester am LKH Mürzzuschlag hat die Kindbergerin gelernt, mit schwerkranken Menschen umzugehen und ihnen beizustehen. Die Erkrankungen ihrer Eltern und die damit einhergehenden einschneidenden Veränderungen im Leben ihrer Familienangehörigen haben sie dazu bewogen, sich näher mit dem Thema Hospiz zu beschäftigen. Seit mittlerweile fünf Jahren leitet Fraiss nun schon das Hospiz-Team Mürztal mit 29 Damen und einem Herren. Allesamt betreiben sie die Hilfe, die sie sterbenden und schwer kranken Menschen anbieten, ehrenamtlich. Fraiss und ihr Team begleitet aber nicht nur diese Menschen, sondern nehmen sich auch den Angehörigen an. Sie bringt Ruhe und Normalität in ungewisse Zeiten und hört zu, wenn gerade das Dasein für jemand anderen so schwer fällt. Sie schaffen im turbulenten Alltag den Raum Schwäche zuzulassen und darüber zu sprechen. Aus ihrer Erfahrung heraus plädiert Fraiss aber auch dafür, sich mit dem Tod eines Angehörigen und der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen, um die Angst davor zu verlieren.

Hannes Stickler

Mit großer Leidenschaft setzt sich Hannes Stickler, Diakon und Verwaltungsleiter der Klinik Diakonissen Schladming, für Flüchtlinge generell und im Speziellen für die Lehrlingsausbildung von Asylwerbern ein. Zuletzt kämpfte er sehr engagiert gegen die Abschiebung des 20-jährigen Hossein K., der im Krankenhaus in Schladming eine Lehre zum Betriebselektriker absolvierte und in Schubhaft genommen worden war. Gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern organisierte Stickler eine Mahnwache, um auf das Schicksal des jungen Asylwerbers aufmerksam zu machen. Sein Plan ging auf, Menschen aus ganz Österreich bekundeten konfessionsübergreifend ihr Mitgefühl – auch die Oberhäupter der evangelischen wie der katholischen Kirche engagierten sich in dem Fall.