Sie ist 26 Jahre alt, kommt aus der Slowakei und hat die Gastronomie in ihrer DNA: Rebeka Tréfová. Und: Sie ist die neue Pächterin der Hesshütte im Gesäuse. In ihrer Heimat hat sie bereits im Alter von 15 Jahren begonnen, neben der Schule in der Gastro zu arbeiten. „Mein Opa hatte ein großes Hotel, mein Papa ein Lokal – irgendjemand aus der Familie hat immer einen Betrieb gehabt“, erzählt Tréfová und lacht.
Jeden Sommer auf einer Hütte
Seit sie 17 Jahre alt ist, hat sie – bis auf eine Ausnahme – jeden Sommer auf Berghütten gearbeitet. Erst in ihrer Heimat, dann in der Schweiz und schließlich in Österreich. Schon nach wenigen Jahren entstand der Wunsch, selbst eine Hütte zu betreiben, „aber da habe ich noch nicht genug Erfahrung gehabt“, sagt die 26-Jährige.
Als sie sich dazu bereit gefühlt hat, hat sie auf der Website des Alpenvereins Austria, dem unter anderem die Hesshütte gehört, gesehen, dass die Seethalerhütte zu verpachten ist. „Ich habe mich gemeldet, da ist mir aber gesagt worden, dass es schon eine aussichtsreiche Kandidatin gibt. Und dass für die Hesshütte auch jemand gesucht wird – darum habe ich mich dann für sie beworben.“ Dieser Tage hat Tréfová den Zuschlag bekommen.
Im Mai geht‘s los
Bis Ende April ist sie noch beim TVB Gesäuse angestellt, ab 1. Mai läuft der Pachtvertrag für die Schutzhütte bei Johnsbach. Schon jetzt ist die junge Slowakin mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Vorerst mit Organisatorischem, auf die Hütte will sie Mitte Mai, um sie dann fürs geplante Aufsperren am 23. Mai flottzumachen.
Zur Komplettierung ihres Teams, das aktuell aus einem Koch und zwei Allroundern besteht, fehlt noch eine Servierkraft. Eine solche sollte aber bald gefunden sein, immerhin sind bereits etliche Bewerbungen eingetroffen. Und für die stärkste Zeit im Sommer hat sich schon Hilfe angekündigt, Familie und Freunde wollen der 26-Jährigen dann zusätzlich unter die Arme greifen.
Die Liebe zu den Bergen
Die Gastro hat sie im Blut, woher aber kommt die Liebe zu den Bergen? „Ich komme aus einem Dorf mit Bergen drumherum, sie gehören zu meinem Leben. Ich war schon immer sportlich. Mit 15 habe ich angefangen, zu laufen und zu wandern, dann sind das Skifahren und Tourengehen dazugekommen. Die Liebe ist im Lauf der Zeit gewachsen.“