Massig Schnee und Regen: Für die Räumdienste und Wehren im Grenzgebiet zu Kärnten bedeutete der Montag Schwerstarbeit. Und es könnte bis Dienstagmittag im Packabschnitt weiter schneien.
In tieferen Lagen regnet es, besonders in der (Süd-)Weststeiermark und im Raum Graz. Tagsüber setzt sich "dann trockenes Wetter durch, ab Mittag erwarten wir im Osten und in der Obersteiermark keinen Niederschlag", so die Prognose. Die Sonne kommt allerdings nicht durch, es bleibt bewölkt. 

18:35: 600 Tonnen Salz

Der Straßenerhaltungsdienst des Landes (Sted) streute bis zum Abend rund 600 Tonnen Salz bzw. 136.000 Liter Feuchtsalz. Bis etwa 18.15 Uhr summierten sich 10.035 Pflug-Kilometer. Das entspricht etwa der doppelten Länge des Landesstraßennetzes.  

18:00: Das Video vom Packeinsatz

Die Kleine Zeitung hat Manfred Rumpf (Autobahnmeisterei Unterwald) am Montag im Schneeräumfahrzeug begleitet. Kein Spaziergang: Aber sehen/ hören Sie selbst:

 

17.45 Uhr: Stromausfälle

Seit Eintreffen des Tiefs waren bzw. sind 1800 Haushalte im Raum Gleinstätten, Deutschlandsberg, Oberhaag, Schwanberg, ... von Stromausfällen betroffen. Laut Energie Steiermark gab es an 100 Trafo-Stationen Probleme. Sollte es in der Nacht auf steirischer Seite nicht doch kräftig schneien, können die Schäden sukzessive behoben werden.

16.20 Uhr: Vorschau für den Abend

Im Laufe des Abends nimmt der Regen in der Weststeiermark zu, wie Meteorologe Martin Kulmer (Geosphere; einst Zamg) erklärt. Da es recht warm ist, wird Schneeglätte landesweit kein Thema sein. Ausnahmen bleiben freilich die Süd- und Weststeiermark.
Auf der Koralpe fiel im Laufe des Tages ein halber Meter Neuschnee. Und "über Nacht fällt noch ein halber Meter", so die Prognose. Unter etwa 800 Meter Seehöhe regnet es.

15.33 Uhr: Schließen auch steirische Schulen?

Ob des Schneefalls sind im Kärntner Bezirk Völkermarkt am Dienstag die Schulen geschlossen. Unterdessen kann in der Steiermark Entwarnung gegeben werden. "Der Schulbetrieb ist aus heutiger Sicht gewährleistet, bisher wurden keine Probleme gemeldet", teilte das Büro von Bildungslandesrat Werner Amon mit. Nachsatz: Sollten Schulbusse nicht fahren können, sind die betroffenen Kinder "natürlich für den Tag entschuldigt".

14.55 Uhr: 6480 Pflug-Kilometer der Straßenerhalter

Auch die B 70 im Packabschnitt wird für Lkw gesperrt, bestätigt man beim Straßenerhaltungsdienst des Landes (Sted). Der ist – abseits der Autobahnen – seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. "Wir sind für solche Schneemengen jedenfalls ausgestattet." 534 Tonnen Salz wurden allein am Montag in der Steiermark gestreut. 6480 Pflug-Kilometer kamen zusammen. Bis auf ein paar Sattelschlepper, die auf Bergstraßen hängen geblieben sind, gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Aufnahme von der Weinebene
Aufnahme von der Weinebene
© STED

14.19 Uhr: Lkw blockieren Straße

Schneebedingt bleiben immer wieder Lkw auf den Straßen hängen. Andere Berufsfahrer legen unfreiwillig eine Pause ein, was wiederum auf den Rastplätzen für Gedränge sorgt. 

Stau am Rastplatz Herzogberg nach Kärnten
Stau am Rastplatz Herzogberg nach Kärnten
© Dunst

12.51 Uhr: Keine Lkw nach Slowenien

Slowenien hat soeben ab Spielfeld die Grenze für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt. "Die Fahrzeugen werden von der Polizei und unseren Mitarbeitern daher bei Spielfeld zum alten Zollamtsplatz abgeleitet", teilte die Asfinag mit. Dauer der Sperre: 17 Uhr.

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12.25 Uhr: Etwa 1000 Haushalte ohne Strom

Der Schnee wie auch der starke Wind lassen Äste und Bäume brechen – mit Folgen für das Stromnetz. Derzeit sind laut Urs Harnik-Lauris von der Energie Steiermark etwa 1000 steirische Haushalte ohne Strom. Betroffen ist vor allem Eibiswald. Schon im Vorfeld hat die Energie Steiermark die Zahl ihrer Monteure verdoppelt, 50 sind nun im Einsatz, um die Trafostationen und Leitungen zu reparieren. "Die Lage wird sich wahrscheinlich noch verschärften", vermutet Harnik.

12.00 Uhr: Die Autobahnmeisterei ist gefordert

Der Regen wird steiermarkweit stärker, auf der Pack schneit es weiter. Es kommt teils zu Verkehrsbehinderungen über die Pack, das Gaberl und die Weinebene. Auch entlang der A 9 ist es recht winterlich.

Markus Bratschko, Koordinator der Autobahnmeisterei Unterwald, fasst es so zusammen: "Das wird bis morgen a haarige Gschicht." Alle seine sieben Fahrzeuge sind im Einsatz, sollte der Schnee noch heftiger werden, dann kommen zwei aus Raaba dazu. Bratschko appelliert an die Autofahrer, hinter den Schneepflügen zu bleiben: "Die Leute bedenken oft nicht, dass es vor dem Pflug viel schlechter zu fahren ist als hinter ihm."

Die Fahrzeuge zur Schneeräumung sind in vollem Einsatz
© Dunst

10.20 Uhr: Auf der Pack schneit es jetzt stark

"Der Schneefall hat gerade voll eingesetzt", schildert Markus Bratschko, Leiter der Autobahnmeisterei Unterwald. Mit sechs Räumfahrzeugen sowie einem aus Wien stammenden zusätzlichen Reserveschneepflug sind die Mitarbeiter der Asfinag im Dauereinsatz, um die Südautobahn im Packabschnitt so gut wie möglich zu räumen. Mehr dazu hier.

Schneefahrbahn auf dem Packsattel
© Asfinag Webcam

Schon am Sonntag führte der Schnee zu Unfällen:

9.40 Uhr: Kettenpflicht ausgeweitet

Lkw brauchen Ketten über Straßegg, die Teichalm, den Zellerrain, über Kreuzberg, den Obdacher Sattel, den Perchauer Sattel und auf der B 70 ab Stampf über die Pack. Eine Pflicht für alle Fahrzeuge gilt auf der B 95 über die Turracher Höhe und auf der B 76 über den Radlpass. Ein Fahrverbot für Lkws ab 7,5 Tonnen gilt auf der B76-Radlpass-Straße über den Radlpass.

8.45 Uhr: Noch relativ ruhig auf den Straßen, Lawinengefahr steigt

Laut Asfinag kann noch von keinem Schneechaos im Verkehr die Rede sein. "Derzeit gibt es noch nichts Auffälliges", so Sprecher Walter Mocnik. Zu Mittag erwartet man mehr: Da soll es laut Prognose ja auch kräftig schneien. Am Steigen ist indes die Lawinengefahr im alpinen Gelände.

8.10 Uhr: Umgestürzter Baum

Die schweren Flocken sorgen für Schneebruch: Die B76-Radlpass-Straße ist auf der Höhe Radlpass in beiden Fahrtrichtungen wegen eines umgestürzten Baums gesperrt. Blockiert ist außerdem die B 317, Friesacher Straße, zwischen Scheifling und dem Perchauer Sattel in Fahrtrichtung Neumarkt. Dort ist ein Lkw hängen geblieben.

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8.00 Uhr: Oberhalb von 700 Metern spitzt es sich zu

Im oberen Murtal und im Ennstal schneit es bereits leicht. In der Weststeiermark regnet es. Im Osten der Steiermark weht ein kräftiger Wind. Er sorgt dafür, so erklärt es Meteorologe Hannes Rieder von der Geosphere Austria (ehemals Zamg), dass es im Laufe des Vormittags oberhalb von 700 bis 800 Meter kräftig zu schneien beginnen wird. "Der halbe Meter Schnee auf der Pack ist nach wie vor wahrscheinlich", sagt Rieder. Auch am Gaberl sind 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

Der Schnee ist feucht und somit schwer, mancherorts dürften also Äste und Bäume brechen und abknicken – und Straßen versperren. In Hochlagen, also in 1500 Metern Höhe, könnte ein Meter Neuschnee fallen. Bis in die erste Nachthälfte des Montags soll der Schneefall beziehungsweise der Niederschlag anhalten.

Auf der Koralpe gibt es starken Schneefall
© Bergfex Webcam

7.15 Uhr: Kettenpflicht für alle auf der Turrach

Wegen winterlicher Fahrbahnverhältnisse gilt für alle Fahrzeuge Schneekettenpflicht auf der B 95 über die Turracher Höhe.

6.30 Uhr: Verkehrsbehinderungen Südautobahn A 2

Auf der Südautobahn A 2 bleiben immer wieder Lkw stehen, meldet die Antenne. Noch betrifft das nur Kärnten: In beiden Richtungen auf Höhe Völkermarkt bleiben Lkw auf der Fahrbahn hängen oder stehen, um Ketten zu montieren. In Richtung Klagenfurt – kurz vor der Rasttation Völkermarkt – ist ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt, man kann ihn vorsichtig umfahren.

06.10 Uhr: Lkw-Fahrverbot und Kettenpflicht

Ein erster Blick in den Verkehr: Schneekettenpflicht gilt für Lkw über Straßegg, die Teichalm, den Seeberg, das Niederalpl, den Zellerrain und über Kreuzberg. Gesperrt ist das Gaberl für Lkw über 7,5 Tonnen.

In Kärnten werden Schneefahrbahnen gemeldet, etwa auf der B 91, Loiblpassstraße, in Unterbergen.

06.00 Uhr: Halber Meter Schnee vorausgesagt

Das Italientief bringt viel Neuschnee, wie Christian Stefan (Geosphere Austria, ehedem Zamg) schildert: "Ein halber Meter oder noch mehr" in (süd-)westlichen Landesteilen. Der Schnee ist nass und schwer, was die Einsatzkräfte auf Trab halten dürfte. "Bäume könnten unter der schweren Last brechen und auch auf Stromleitungen stürzen, insbesondere zwischen Wolfsberg in Kärnten und Steinberg in der Steiermark", warnt die Asfinag. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen 0 und 4 Grad.

Am Dienstag wird das Tief zum Abend hin etwas schwächer, in der Steiermark wird es verbreitet regnerisch. Und dann? Laut der Prognose erwartet die Steirer ein Zwischenhoch am Mittwoch.

05.00 Uhr: Asfinag rüstet sich für den Frühverkehr

Sämtliche Mitarbeiter für den Winterdienst-Einsatz wurden aktiviert. Betroffen ist vor allem die Kärntner Seite, aber Beeinträchtigungen sind "bis in den Großraum Graz" möglich.