PflegeWegen Personalmangel: Bewohner verlegt und kolumbianische Pfleger rekrutiert

Der Personalmangel in der Pflege führt zu drastischen Verhältnissen, auch für Bewohner. Pflegekräfte aus Kolumbien werden rekrutiert.

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In der Pflege brennt der Hut © APA/Helmut Fohringer
 

Die Pflege ist am Limit. Mehr und mehr Betroffene melden sich und schildern, wie verzweifelt sie sind. Und welche Auswirkungen das auch auf die Pflegebedürftigen hat. "Wenn in einem Heim nur zwei Leute in der Nacht für 100 Bewohner da sind, kann es vorkommen, dass Patienten in ihren Exkrementen liegen und warten müssen, bis jemand Zeit hat", sagt ein Grazer Heimpfleger.

Kommentare (3)
newka
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3
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Sprache erlernen..

dann müssen eben die Patienten spanisch lernen!

goje
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Studienplätze an der FH werden KEINE Lösung bringen

Das dürfte einer Pflegedienstleiterin bekannt sein. Auch eine Diplompflegefachkraft benötigt nicht nur theoretisches Wissen, sondern die Bereitschaft sich körperlich, emotional und empathisch auf Menschen einzulassen. Dabei eben Nähe & Distanz tgl. neu definieren. Alltägliche Pflegehandlungen finden eben nicht nur am PC oder in der Übernahme ärztlicher Tätigkeiten statt, sondern bei der Körperpflege, beim Toilettengang, beim Essen statt. Solange man das nicht endlich wieder in die Ausbildung zurückbringt, als Grundverständnis in der Pflege etabliert, wird es keine andere Lösung geben, als Patient*innen hin- und herzuschieben, die Pflege unqualifizierten Kräften zu überlassen. Im Übrigen scheiterte in Deutschland bereits in den 90er Jahren der Versuch, Pflege mit Abitur anzubieten. Das ist nämlich reine Ressourcenverschwendung. Wer studiert und nicht wirklich weiß, was es heißt in der Pflege zu arbeiten, wird das auch nicht langfristig tun.

rb0319
3
10
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"Ausländische Kräfte müssten sehr gute Deutschkenntnisse haben."

Daran wird es hoffentlich nicht scheitern. Die Sprache lässt sich lernen, ic hoffe die KAGES kümmert sich darum!