Schattenseite des Rad-BoomsDie Steiermark hat so viele Radunfälle wie noch nie zu beklagen

Plus 15 Prozent: Die Zahl der Radunfälle in der Steiermark ist förmlich explodiert. Unroutinierte Fahrer und das E-Bike gelten als Ursache.

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Radunfall
1302 Rad-Unfälle mit Personenschaden gab es im Jahr 2020 steiermarkweit © Jürgen Fuchs
 

Das schmerzt. Jahrelang zeigte die Unfallstatistik langsam, aber doch nach unten. Mit dem E-Bike-Boom hat aber eine Trendumkehr eingesetzt. Und im Coronajahr 2020 sind die Zahlen förmlich explodiert: plus 15 Prozent auf 1302 Unfälle mit Personenschaden, vier davon tödlich. Das ist, was die Gesamtzahl betrifft, der Höchststand seit 1992. Seit damals werden die Rad-Unfallzahlen so genau erfasst.

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Danke für Ihr Verständnis.

AndiK
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Ob das wohl

an den vielen, neuen, bestens durchtrainierten, Outdoorsport - gewöhnten E-BikerInnen, liegen könnte?

ma12
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HaHa

Genau, die, die auf der Straße fahren, neben dem Radweg. Weil sie sind ja Sportler im Training!? Wann kommt endlich ein Gesetz, das WIRKLICH diese dämlichen Trainingsfahrten!!!!! regelt!

sila01
1
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also

Was mich am meisten ärgert ist ja nicht die Tatsache dass es immer mehr Radfahrer gibt, das ist ja gut so – aber dass es E-Fahrräder sind, dass ärgert mich, weil es so kurzsichtig ist sich ein E-Bike zu kaufen – und zu glauben dass man sich und der Umwelt auf Dauer etwas Gutes tut. Ich frage mich warum kauf ich mir ein E-Bike und nicht gleich einen Motorroller? Weil ich so das Gefühl hab ich bin „sportlich“? warum muss ich mit meinem E-Bike den Berg raufradeln oder via E-Mountainbike im Gelände rauf- und runterflitzen?? Warum?? Was ist das für ein Kick? Wenn ich eh weiß dass ich selbiges ohne elektrische Unterstützung niemals schaffen würde?? Ich verstehe es nicht! Und die Frage was passiert mit den ganzen Akkus?? Wo werden diese entsorgt. Was denken sich die Leute – woher der Strom kommt? Ich verstehe diese ganze verrückte Entwicklung nicht mehr. Jetzt wird alles elektrifiziert vom Auto über E-Roller – über E-Bikes usw. woher soll der Strom kommen? Wohin mit den ganzen alten AKKUS?? Wohin damit?? Es ist verrückt…. Noch mehr Müll – noch mehr giftige Einzelteile – wozu das ganze??? Natürlich können wir nicht mehr zurück – aber wir sollten doch VORAUSDENKEN – und endlich unser Streben nach mehr, höher, schneller, weiter – ein wenig verändern – wir haben Muskelkraft – zum Gehen und zum Radeln – und vor allem auch in der Geschwindigkeit – die mein Körper selbst erzeugen kann und dadurch in den meisten Fällen keine Unfälle durch Selbstüberschätzung geschehen.

sila01
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und...

Von mir aus kann sich jeder ein E-Bike zulegen – wenn er selbst durch Muskelkraft seinen Akku wieder und wieder belädt…und es nicht die Steckdose tun muss - dann ist es sportlich – und gesund. Und wenn er als Verkehrsteilnehmer den Vertrauensgrundsatz beherrscht – denn schließlich muss auch ich mich darauf verlassen können – dass jemand der mit einer Geschwindigkeit von über 15 km/h daherbraust auch weiß – dass er mich schwer verletzen kann.

Helgut
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Pecunia@

und darum weg mit der Gurtenpflicht und keine Verkehrsregeln???

Helgut
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Möchte

die Rotstrichler bei meinem Beitrag bitten, mir mitzuteilen, warum sie gegen eine Helmpflicht sind.

melahide
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Einmal

eine autofreie Stadt bitte (mit Ausnahme der Hauptverkehrswege natürlich). Weil nach dem letzten Bauprozess wurden Radwege eher schmäler als breiter

ma12
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HaHa

...und die Radfahrer immer rücksichtsloser als gescheiter!

HRGallist
9
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Schatenseite des Rad-Booms

Msn muss sich nur einmal die Grazer Schmiedgasse anschauen. Eine Radler-Autobahn statt Fußgängerzone. Gilt auch für den Franziskanerplatz. Herrengasse wird zunehmend zum „Radlerparadies“. Möglichst hohe Geschwindigkeiten fahren von Alt und Jung. Hat jemand schon einmal Radfahrer mit Helm in der Annenstrasse hinter dem Südtirolerplatz gesehen?

Moveit
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Die Schmiedgasse ist ja nur ein schlechter Kompromisse

Radwege gehören in die Neutorgasse und an beide Kais in jeweils vernünftigen Breiten. Dann kann die Schmiedgasse auch eine reine Fußgängerzone ohne Radverkehr werden.

petera
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Wird eh im Artikel angesprochen

Es fehlt die Infrastruktur. Es gehören endlich "Kfz-Spuren" in Fahrradwege umgebaut. Da erschlägt man gleich 4 Fliegen mit einer Klappe: weniger Verkehr, weniger Abgase, mehr Ruhe/Platz und eine gesündere Bevölkerung.

ma12
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OMG

Es fahren eh fast nur mehr Grazer und GU mit dem Auto in Graz. Die restliche Steiermark will eh nicht mehr in diese "dämliche Hauptstadt".

cherichera1
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E-Bike Gefahr

Ich wurde kürzlich bei meiner 4300 km langen Runde um Deutschland frontal von einer E-Bikerin abgeschossen. Diese Frau war mit ihrem Stromgerät komplett überfordert. Da werden sehr oft solche Geräte in Baumärkten usw. halb zusammen gebaut verkauft. Keine Einschulung wird den Käufern geboten. Ausserdem sind diese Räder viel zu schnell für die meisten E-RadlerInnen. Der körperliche Zustand ist meistens für diese E-Räder auch nicht ausreichend. Ich appelliere dringend, wenn schon ein E-Bike, dieses in einem Fachgeschäft zu kaufen und um eine ausgiebige Einschulung zu bitten.

hornet0605
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Ein E-Bike

ist und bleibt ein „Glumpert“…

Ichweissetwas
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?

...und warum ?

Helgut
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Warum

Gibt es keine Helmpflicht für Radfahrer? Auch wäre bei Dunkelheit ein Warnweste zu tragen. Was spricht dagegen und warum macht das der Gestzgeber nicht? (Auch beim Schifahren wäre eine allgemeine Helmpflicht und nicht nur bis 12 sinnvoll).

smarty
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Helmpflicht

Ja, aber nur für E-bikes und pedelec! Dort sehe ich die größte Gefahr!

pecunianonolet
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geht's noch?

ich verstehe nicht, wie man den Drang verspüren kann alles zu reglementieren?

ANDEHAHE
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Warum?

Weil unsere Mitmenschen keine Rücksicht mehr nehmen können und die Präpotenz im Vormarsch ist. Regeln sind dazu da, eingehalten zu werden!

ma12
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kasperl

Wenn die Radfahrer teilweise selbst zu blöde sind, muss man Gesetze machen. Aber die Radfahrer halten ja nicht einmal die Gesetze der Straßenverkehrsordnung ein.

ANDEHAHE
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Wahnsinn

Abgesehen davon, dass Radfahrer viele Wege benutzen auf denen Fahrverbot herrscht, sind diese plötzlich ohne zu Klingeln neben einem Fußgänger. Man schreckt sich derart, dass es eigentlich deswegen wenig Unfälle gibt. Radfahrer müssen sich an die StVO halten und die Polizei müsste vermehrt kontrollieren. Eine Kennzeichen pflicht ist künftig unumgänglich.

petera
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Ist oftmals ein Phänomen der fehlenden Infrastruktur

Die gehört wie im Artikel beschrieben endlich ausgebaut, damit Fußgänger bzw Autos und Fahrradfahrer diese nicht teilen müssen.

Andere Städte - von Kopenhagen bis Sevilla zeigen wie es geht. Weniger Platz für Kfz und mehr für Radfahrer und Fußgänger.

pecunianonolet
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schrecken

Gibt eine einfache Lösung, einfach Zuhause bleiben wenn man sich durch Fahrräder bereits erschreckt.

Markus5
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Blödsinn

Es geht nicht darum, dass man sich durch Fahrräder generell erschreckt,
sondern man erschreckt, wenn diese auf Gehsteigen (!) neben einem
auftauchen oder vorbeiglühen. Wer darüber nicht erschreckt, der hat
wohl den Blick total auf sein Smartphone ausgerichtet.
Wer als Radfahrer auf reinen Gehsteigen unterwegs ist der sollte
rigoros, so wie in Kopenhagen, mit mindestens EUR 94,OO abgestraft
werden

schitte
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Tippfehler

...letale Folgen...

schitte
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Wer Hirn hat, schützt es

Es gibt keinen Meter, den ich beim sportlichen Radfahren (Rennrad und MTB) wie auch beim Alltagssverkehr im städtischen Umfeld ohne Kopfschutz zurücklege. Und es gibt absolut keinen Grund bei der aktuellen Helmtechnologie auf diesen zu verzichten.
Die im Artikel genannten Gründe für die Unfallhäufigkeit sind noch erweiterbar. Es gibt Gefährte, die elektrisch betrieben werden, wo dann sogar noch hinten drauf steht, dass es sich um ein Fahrrad handelt, obwohl zur Fortbewegung keine einzige Kurbelumdrehung nötig ist.
Mein Ansatz daher, um die Unfallzahlen und vor allem deren - leider auch lätale - Folgen zu verringern: HELMPFLICHT für alle Fahrzeuge mit elektrischem (Zusatz)antrieb. Das würde zumindest die Anzahl der mehr als 2/3 immer noch "oben ohne" radelnden Erwachsenen etwas verringern. Für Kinder bis 14 existiert ja eh eine - hoffentlich auch eingehaltene - Helmpflicht

 
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