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Causa St. LorenzenNeuer Todesfall in der Nacht auf Donnerstag

In der Nacht auf Donnerstag ist ein Bewohner verstorben. Heer und zivile Pfleger teilen sich Betreuung der Bewohner in St. Lorenzen im Mürztal.

Pflegeheim "Tannenhof"
Pflegeheim "Tannenhof" © Franz Pototschnig
 

Traurige Nachrichten aus dem Seniorenkompetenzzentrum: In der Nacht auf Donnerstag ist ein Bewohner verstorben, damit sind seit Herbst sechs Bewohner des Heimes verstorben.

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Danke für Ihr Verständnis.

hfg
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Kontrolle vom Amt

Im Jänner und im August - soviel zur Sicherheit der sensiblen Einrichtungen. Das ist schon sehr absurd und fahrlässig. Deshalb die überproportional vielen Toten in der Steiermark.
Meine Mutter ist 91 und weigert sich strikt ins Spital oder ins Heim zu gehen - solange sie noch irgendwie kann. Warum wohl. Die Staatsanwaltschaft sollte sich mit den Kontrollbehörden beschäftigen. Das System ist kriminell.

donots1
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Hr. Scherling

...will "keine Vorverurteilungen". Warum wurde dann die Pflegedienstleiterin schon gekündigt?

Expat
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Da sucht man sofort nach einem Bauernopfer

Da gehört der Betreiber in die Pflicht genommen, der gibt die Anordnungen wie und vor allem mit welchem Aufwand gepflegt wird.
Die Bediensteten müssen entweder die Anordnung befolgen oder gehen.

salziere
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urteil bilden

Sich ein zu Urteil bilden, das alle wirklich alle den Umständen entsprechenden Aspekten dieser Krise gerecht wird, ist nur dann möglich, hätte man persönlich und direkte Einsicht in alle Bereiche ... Führungsebene, Regierungvorgaben, Pflege, wie ist das Haus strukturiert. Es kommt immer darauf an, welche Position man in so einer Krise einnimmt. Was für den einen gilt in. nicht verhandelbar ist, ist aus der Sicht des anderen uU eine absolute Verfehlung. Konsens in einem Punkt ist bestimmt: es trifft ALLE Beteiligten hart und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird von den allermeisten mit größter Anstrengung nicht nur versucht, Unheil abzuwenden und zur Normalität zurückzufinden, es wird auch praktiziert.
Es kommt immer darauf an, w i e man eine Geschichte erzählt. Ich halte das Suchen eines Schuldigen um jeden Preis für falsch und denke, dass es mehr helfen würde, man würde stattdessen nach Wegen suchen, seinen Teil zur Bewältigung, abseits von Streitereien und oft unfairer Stimmungsmache, dazutun. Und wenn man in so einem Szenarium eben keine Rolle zu spielen hat, dann auch dieses zu akzeptieren. Zum Wohle aller. Es steht außer Frage, dass man als Angehöriger die wohl größte Enttäuschung über Rückschläge oder Einschränkungen in dieser Pandemie zu tragen hat. Aber es soll nicht sein, deshalb einer verfälschten Betrachtungsweise zufolge Menschen ungerechterweise ins falsche Licht zu rücken. Hätte man das Video bei 2:48 abgedreht, stünden die Aussagen der Dame ganz anders da

salziere
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ps

Hätte man die Zeit und Möglichkeit könnte man die gesamte Darstellung der Dame aufarbeiten. Aber wer hat das schon. Die Maßnahmen sind und bleiben, bei aller vermeintlichen Härte notwendig und aus Sicht von zurecht vielen, sinnvoll. Das Minimieren von Infektionspotential. Mit Herz und Verstand. Alle jedoch sind zurecht einig: man kann darüber nur traurig sein und durchhalten, weiter sein bestes geben, bis wir Corona wieder los sind beziehungsweise noch besser schützen könne.

Stoppt das Bashing!

EinBeobachter
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Bashing??

Das kann ich nicht erkennen.
Sachliche Kritik muss -bei allem Respekt für die großartige Leistung des Pflegepersonals an vielerlei Stellen und Institutionen- doch auch möglich sein. Es geht hier nicht um Finger-pointing.
Aber tatsächlich hält sich mein Mitgefühl mit der Pflegedienstleiterin gerade nach dem Gespräch (bei welchem auch der Heimleiter dabei war) vor wenigen Monaten (und der erkennbaren Nicht-Einsicht) eher in Grenzen, sondern gilt natürlich den Betroffenen und deren Angehörigen, denen ich das Allerbeste wünsche.
Fehler können passieren, das ist klar. Ich denke bei allen Anstrengungen ist es vielleicht auch nicht möglich, ein solches Heim CoVid-frei zu halten.
Auch im Kindberger Heim waren positiv Getestete, dennoch war der Aufschrei (vielleicht aus gutem Grund?) dort bei weitem nicht so hoch.
Aber gerade das angeführte Beispiel der Nicht-Trennung (siehe meinen Kommentar von gestern), empfinde zumindest ich sehr wohl als Versäumnis sondergleichen.

salziere
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Ja, ich meine 'Bashing'

- [ ]
Sicherlich muss einem seine Meinung erlaubt sein.Da bin ich ganz bei Ihnen. Klar, man hat einen gewissen Einblick als zB. Angehöriger und macht sich seinen Reim auf gewisse Vorkommnisse. Viel öfter wird aber mit dem Stellen der Sinnfrage von Außenstehenden über Maßnahmen, die von Menschen, die direkt im operativen Betrieb tätig sind bzw. über Entscheidungen, die von diesen verantwortungsvoll getroffen werden, mehr die schlechte Stimmung gestärkt, als dass diese als konstruktive oder schlicht als sachlich berechtigte Kritik an vermeintlichen Missständen seriös angebracht wäre. Das bedingt naturgemäß schon der Umstand, dass man sich 'von der Ferne' kein ausreichend adäquates Bild machen kann. Vielmehr ist die Diskussion darüber der Versuch einer Befreiung von der Beklemmung oder Enttäuschung von konkretem Vorkommnissen, was wiederum berechtigt und verständlich ist. Doch trifft es leider kaum den Kern der Sache. Es ist das eine, auf Probleme hinzuweisen und etwas völlig anderes, diese zu lösen. Zuspruch, Vertrauen und Solidarität hätte uns allen in den vergangenen Monaten mehr gebracht, als uns die 'Suche-nach-Schuldigen' beschert hat. Dabei gilt es zu bedenken, dass die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionspotentials zB. in Pflegewohnhöusern, nichts weniger ist, als die konsequente Antwort auf die teils zuvor vernachlässigte Disziplin und die daraus resultierende Weitergabe von Viren und ist die legitime, präventive Strategie, schwere Krankheitsverläufe ...

Achtsam
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Sinnfrage....

....wurde meiner Meinung gar nicht erst gestellt, ich hatte es eher so verstanden, dass unmittelbare Nachbarn deren Wahrnehmungen und damit verbundenen Sorgen an geeigneter Stelle vor Monaten kundgetan hatten (wenngleich diese scheinbar nichts mit CoVid zu tun gehabt scheinen) und nun nicht so verwundert waren.
Ich hatte auch nicht gehört, dass beispielsweise im Kindberger Heim etwa ermittelt wurde.
Dass Verwandte und auch Klienten enttäuscht über etwaige Maßnahmen oder Versuchsverbote sind oder waren, ist ein ganz anderes Kapitel, welches ich erst gar nicht beurteilen möchte oder kann.

Generell ist leider aber die Enttäuschung etwas verständlich wenn’s schon daran zu scheitern scheint, Kranke und nicht- Kranke räumlich zu trennen, die Sinnfrage aus meiner Perspektive wäre dabei sogar nachvollziehbar.

Natürlich gehen solche Ausnahmesituationen oft auch mit Überforderung einher - das ist nur allzu menschlich!!

Dennoch ist die Aufklärung und Aufarbeitung des Geschehenen wichtig und richtig, um daraus für die Zukunft zu lernen. Und das Bestmöglich ohne Vorverurteilung.
> Im Sinne aller Beteiligten, wie ich meine.

salziere
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Schlusssatz zu oben...

....und Tod entgegenzuwirken und bestenfalls abzuwenden. Ich finde die Diskussion nicht fair geführt, wenn Angehörige nicht über einige Monate mit zB. mit Besuchen mit Abstand und in der Anzahl beschränkt, zurechtkommen.

ARadkohl
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Da fehlen einem die Worte! "Zuletzt wurde das Personal immer weniger, die Pflegerinnen wirkten mitunter erschöpft",

Und es wäre interesant zu wissen, ob die Kündigung der Pflegedienstleiterin gerechtfertigt ist. Oder ob sie auch unter den erschöpfen war.

Immerkritisch
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Und vorher

hat keine(r) der Angehörigen etwas bemerkt????

stadtkater
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Bei Besuchsverbot

kann man Misstände nur schwer feststellen. Aber wie schaut es mit der Qualitätskontrolle des Samariterbunds aus? Ich glaube, die brauchen selbst eine!

stadtkater
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Bei Besuchsverbot

kann man Misstände nur schwer feststellen. Aber wie schaut es mit der Qualitätskontrolle des Samariterbunds aus? Ich glaube, die brauchen selbst eine!

ma12
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OMG

Wenn Angestellte von Missständen sprachen wurden ihnen mit Kündigung gedroht! GEHTS NOCH? Da gehört in der Führungsetage KRÄFTIG AUFGERÄUMT und diese Typen gekündigt bzw. angeklagt!!!

autobahn1
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warum wohl

weil das Geschäft mit den Alten noch immer sehr lukrativ ist,daher müssen wahrscheinlich die Pflegekräfte die G........n halten,weiters wird wieder einmal bestätigt das die sogenannten Alten nur als letzten Ausweg sehen in ein Heim zu gehen,von Überprüfungen wird ständig gesprochen,es müssen endlich einmal Taten folgen,eine Überprüfung darf niemals angemeldet werden,sondern diese muß für die Heimbetreiber eine Überraschung sein,damit sieht jeder "Blinde" welche Mängel sofort zu beheben sind

EinBeobachter
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War leider nicht überrascht von dieser menschlichen Tragödie zu lesen...

.....und damit ist ganz sicher nicht die Kündigung der Pflegedienstleitung gemeint!
Bereits vor Monaten hatten sich besorgte Nachbarn wegen Beobachtungen an den Arbeitersamariterbund direkt in Graz gewandt. Sie machten sich Sorgen um Bewohner.
Einzig ein Gespräch mit der Heimleitung und der sogenannten Pflegedienstleitung (persönliches Gespräch) wurde geführt. In diesem hatte man fast den Eindruck, man müsse sich für die geäußerten Bedenken (nicht COVID-bezogen) sogar auch noch entschuldigen, so wenig konnte man mit der Kritik umgehen.
Auch bedenklich, dass ein Klient bereits am Freitag erzählte, er sei noch nicht positiv, seine Zimmergenossin allerdings schon. Die beiden wurden lt. Dessen Aussage aber *nicht* räumlich getrennt.
Darf sich jeder selbst bemühen, diese Entscheidung irgendwie zu verstehen.
Und ja, man darf im Krankenstand durchaus gekündigt werden, nicht nur in diesem Fall.

Ein großes Danke an dieser Stelle an *alle anderen Pfleger* die mit Sicherheit einen großartigen Job machen. Wir wissen, dass ihr unter großer Anstrengung menschenmögliches leistet.
Ihr seid unsere Helden, denn ihr sorgt für jene, die Schutzbedürftig sind.

Danke auch an das Bundesheer, das hier unterstützt hat!

petera
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Das sieht nach einem Bauernopfer aus

Wäre gut wenn man da dran bleibt.

bitteichweisswas
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Kündigung im Krankenstand?

Das geht auch nur beim Verein Scherling ...

Weltreisender
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Das geht..

in ganz Österreich. Der sogenannte Kündigungsschutz existiert leider nicht.

sistra
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Wie sah eigentlich die Unterstützung durch die Vorgesetzten der Pflegedienstleiterin, nach dem Covidausbruch aus?

Diese schnelle Kündigung, der selbst an Covid erkrankten Pflegedienstleiterin, kommt schon ein bisschen vorschnell herüber. Das Ermittlungsverfahren wird zeigen ob die Kündigung gerechtfertigt war und wann, welche konkreten Schritte der Unterstützung seitens des Betreibers gesetzt wurden.

Reipsi
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Frage : Hat Sie

um Unterstützung angesucht oder angefragt ?

ma12
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OMG

Na ja, es wird ermittelt. Die Altersheime sind ja zum großen Teil richtige ABZOCKHEIME. Die Gelder die für den Aufenthalt verlangt werden, sind oft nicht nachvollziehbar. Die Ausrede: Das Personal kostet so viel, kann nicht stimmen. Diese Personen verdienen sehr wenig für ihre Leistung. Es werden auch oft zu viele "Hilfskräfte" eingesetzt.

stadtkater
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Börsennotierte Altersheime

sind ein Renner an internationalen Aktienbörsen bei Investoren!

Warum wohl?

duesenwerni
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"will aber auch keine Vorverurteilungen machen."

Aber die Pflegedienstleiterin wurde sofort gekündigt