Die restlos ausverkaufte Grazer Oper war am Montag, dem 9. März, der Schauplatz für ein ganz besonderes Konzert. Unter dem Motto „Starke Stimmen. Starke Frauen“ erhoben namhafte österreichische Künstlerinnen anlässlich des Weltfrauentags ihre Stimmen.

Austropop-Legende Maria Bill war ebenso vertreten wie Anna-Sophie, der Chor Sosamma, die Kernölamazonen Caroline Athanasiadis und Gudrun Nikodem-Eichenhardt oder Monika Ballwein und die frischgebackene Amadeus-Award-Gewinnerin Caro Fux. Letztere stand übrigens gut gelaunt, aber doch etwas gezeichnet auf der Bühne. „Die Feierlichkeiten waren schon länger“, verriet die Mürztalerin mit einem Schmunzeln. Demnächst geht es für sie aber schon wieder ins Studio. „Vor dem Sommer kommt ja ein neuer Song von mir heraus“, plauderte Fux aus.

Legendäre Unterstützung

Die Idee für ein Konzert dieser Art hatte übrigens die Sängerin Virginia Ernst. Die Premiere wurde einst in Wien gefeiert. Seit vier Jahren gibt es auf Initiative der Schick Sisters einen „Steiermark-Ableger“ in Graz. Eine gute Idee, wie auch der diesjährige Besucheransturm zeigte. Der Vielfalt der weiblichen Kulturszene Sichtbarkeit verleihen, das war die Intention von Katharina, Christine und Veronika Schick. Was ihnen eindrucksvoll gelungen ist. Und dann war da noch eine ganz besondere „Herrenrunde“ mit von der Partie – die legendäre „Opus-Band“ unterstützte und begleitete die stimmgewaltige Damenriege. „Wir haben in Österreich so viele saugute Sängerinnen, es ist uns eine Ehre hier mit dabei sein zu dürfen“, sagte Opus-Mastermind Ewald Pfleger.

Vom Acker ins Studio

Gemeinsam mit den Interpretinnen performte man übrigens auch die zwei größten Opus-Hits „Live is Life“ und „Flyin‘ High“. Apropos Hits – an solchen arbeitet auch Anna-Sophie demnächst wieder. „Im April geht es für zwei bis drei Wochen nach Berlin zum Songs schreiben und aufnehmen ins Studio“, verriet die Südsteirerin am Rande des Konzerts, das von Radio Steiermark-Programmchefin Sigrid Hroch moderiert wurde. Lachender Nachsatz: „Aber zuvor steht daheim noch der Kürbisanbau auf dem Programm, erst wenn der letzte Acker fertig ist, dann geht es nach Deutschland.“