Westösterreich bekommt es in den kommenden Tagen und Nächten mit großer Kälte zu tun. Die Geosphere Austria gab für Vorarlberg und Tirol, aber auch für den Großteil Salzburgs sowie für die westlichen Gebiete von Kärnten und der Steiermark eine orange Wetterwarnung aus. In der Nacht auf Montag war mit bis zu minus 17 Grad zu rechnen. „Eine vergleichbare Wetterlage mit einem solchen Kaltluftvorstoß liegt bereits einige Jahre zurück“, sagte der Tiroler Experte Elmar Rizzoli.
Die Wetterkonstellation, die zu den eisigen Temperaturen führt, wird voraussichtlich bis Freitag anhalten. Laut Geosphere könnte lebhafter Wind die Kälte noch zusätzlich verschärfen. Untertags dürften die Temperaturen in den Niederungen auch bei sonnigem Wetter kaum über minus acht bis minus fünf Grad Celsius hinauskommen.
„Cold-Spots“ statt Hot-Spots
Meteorologe Martin Kulmer von der Geosphere Austria führt im Gespräch mit der Kleinen Zeitung die „Cold-Spots“ in der Steiermark und Kärnten an. „Am kältesten wird es gleich in der Nacht auf Montag, da der Himmel wolkenlos ist. Im Raum Oberkärnten rechnen wir mit minus 10 bis minus 15 Grad. In der Steiermark sollten es im Ennstal und Aichfeld sogar bis minus 17 Grad sein.“ Die Folgenächte bleiben ähnlich kalt. Und, selbst am Tag bleibt es beim Dauerfrost: „In der Obersteiermark geht es tagsüber auf minus 6 Grad, in Oberkärnten auf minus 5 Grad.“
Graz und Klagenfurt
Frostig bleibt es auch in den beiden Landeshauptstädten: Rund um den Lindwurm hat es in den kommenden Tagen im Schnitt minus 7 Grad, am Tag werden es minus 4 Grad sein. Unterm Uhrturm sollte sich das Thermometer ebenfalls bei minus 7 Grad einpendeln, am Tag ist mit Höchsttemperaturen von minus 2 Grad zu rechnen. Wärmer wird es laut Kulmer aus jetziger Sicht erst am Freitag, „wenn von Westen her Erwärmung kommt“.
Die Geosphere Austria wies abschließend noch darauf hin, dass der Temperaturverlauf in den kommenden Tagen von der Tiefdruckentwicklung im Süden abhänge und Unsicherheiten mit sich bringe.