Landeshauptmann Franz Voves mit Erhard Busek, LH Hermann Schützenhöfer mit Franz Fischler, LH Christopher Drexler mit Andreas Treichl: Die Liste der steirischen Landeshauptleute, die bei der Denkplattform, beim Diskussionsforum im Tiroler Alpbach ihre Aufwartung machten, ist lang. Daher muss es auffallen, wenn der amtierende LH Mario Kunasek (FPÖ) aktuell nicht in Alpbach ist. Die steirische Politik ist mit den Landesräten Willibald Ehrenhöfer und Karlheinz Kornhäusl sowie Klubobmann Lukas Schnitzer (alle ÖVP) vor Ort und am Montag beim traditionellen Steirer-Treffen.

LH Kunasek, der auch Tourismusreferent ist, brach am Montag hingegen nach Italien auf. In Jesolo rührt der Steiermark Tourismus die Werbetrommel, auf der „Piazzetta Casa Bianca“ werden allerlei heimische Köstlichkeiten – vom Apfelstrudel und Vanilleeis mit Kürbiskernöl bis Wein – angeboten. Auch eine „Sandskulptur zu Ehren der Steiermark“ wird zu sehen sein.

Spekulationen

Weil Kunasek gerne in Jesolo urlaubt, tauchten alsbald Spekulationen auf. „Lieber Meer statt Berge“ formulierte es die Tageszeitung „Der Standard“. Aber der Termin in Jesolo habe nichts mit Alpbach zu tun, betont man im LH-Büro auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Der Besuch des Forums sei gar nicht zur Debatte gestanden. Sondern? „Der Steiermark Tourismus bewirbt die Steiermark in Jesolo und in Venedig. Und der zuständige Referent unterstützt das“, so Kunaseks Sprecher. Der Landeshauptmann kehre am Mittwoch zurück.

Der Geschäftsführer des Steiermark Tourismus, Michael Feiertag, ergänzt, dass man den „Nahmarkt“ Italien seit zwei Jahren intensiver bearbeite. Mit Erfolg, 2024 gab es um zehn Prozent mehr Gäste als 2023. Aktuell wirbt man in Venedig – und eben auch in Jesolo, der Vorschlag kam von Kunasek.

Knödlessen

Zurück nach Alpbach, wo sich Lukas Schnitzer (ÖVP) Montagmittag bereits auf das Knödlessen auf der Zottaalm freute. Der Klubobmann und der Landtagsklub der Steirer-VP laden zum Steirerabend mit den steirischen Stipendiaten.