Eine Bluttat erschütterte Ende Jänner die steirische Landeshauptstadt. Eine 73-jährige Grazerin wurde bei einem Friedhofsbesuch am Grazer Leonhard-Friedhof vor dem Grab ihres verstorbenen Mannes niedergestochen. Ein unbekannter Mann attackierte sie mit einem Stanleymesser und verletzte sie im Halsbereich sowie im Gesicht. Sie schwebte in Lebensgefahr, musste notoperiert und auf der Intensivstation betreut werden. Obwohl die Frau seit Anfang Februar wieder stabil ist, konnte sie nach wie vor nicht befragt werden. Die 73-Jährige dürfte allerdings zufällig Opfer der Attacke geworden sein.
Polizei bestreift Friedhöfe in Uniform und in Zivil
Wie die Polizei bestätigt, fehlt vom Täter weiterhin jede Spur. Allerdings: „Es gibt aktuell keine Hinweise, dass der Täter nochmals zuschlagen könnte“, sagt Heimo Kohlbacher von der Landespolizeidirektion Steiermark. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren. Um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen, bestreift die Polizei nun Friedhöfe – sowohl in Uniform, als auch in Zivil. „Das ist keinesfalls eine lückenlose Überwachung, aber wir zeigen Präsenz“, sagt Kohlbacher. Zudem wurden Sonderstreifen dazu angehalten, vermehrt auch Friedhöfe im Auge zu behalten.