Nicht für alle ist die Weihnachtszeit gefüllt mit Lichtern, Geschenken und einem Fest umgeben von den Liebsten. Menschen hinter den Hörern von Krisentelefonen und Anlaufstellen für Beratung widmen sich das ganze Jahr über jenen Personen in der Gesellschaft, die sich in schwierigen und herausfordernden Lebenssituationen befinden, die Weihnachtszeit erleben sie allerdings um so intensiver. „Die Telefonate sind länger, weil die Leute rund um die Weihnachtszeit einen verstärkteren Redebedarf haben“, erzählt unter anderem Ulrike Walch vom Psychiatrischen Krisentelefon PsyNot, das im Dezember 2022 ins Leben gerufen wurde. 600 bis 700 Menschen wählen monatlich im Durchschnitt die Nummer, die Devise der Expertinnen und Experten am anderen Ende des Telefons: Die Betroffenen wollen primär einfach einmal nur ernst genommen und gehört werden. „Da geht es auch gar nicht darum, Lösungen vorzuschlagen, sondern den Menschen zu helfen, im Gespräch selbst herauszufinden, was sie gerade brauchen“, so Walch.
Hoher Bedarf für Krisentelefone
Gesellschaftsdruck wirkt sich auf die Psyche aus
Ob PsyNot, die Telefonseelsorge oder der Männernotruf – Krisentelefone und Beratungsstellen verzeichnen steigende Zahlen bei Anrufen. Dies sei allerdings nicht ausschließlich eine negative Entwicklung.
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