Mit 17 Jahren hat Mika Vermeulen zu sich gesagt: „Wenn du mit 21 noch nichts gewonnen hast, dann kannst du eh aufhören.“ Mittlerweile ist er 25 Jahre alt. „Jetzt sehe ich es ein bisschen anders“, sagt er und lacht, „irgendwann ist es mir bewusst geworden, dass ich kein Klæbo bin und nicht die Medaillen wie die warmen Semmeln aus dem Ofen holen werde.“ Besagter Johannes Høsflot Klæbo ist der Superstar der Loipe, ihn gilt es bei der WM zu schlagen – in einem Hexenkessel von abertausenden frenetischen Anhängern. „Mir taugt das, ich finde das geil. Es ist für mich nichts schlimmer, als am 1. Jänner in Toblach zu laufen und zwei Opas führen neben der Strecke ihren Hund Gassi – das macht mich traurig. Ich hole aus so einem Event auch viel Energie heraus.“