Der norwegische Skispringer Halvor Egner Granerud wird die ab Mittwoch beginnende Heim-WM in Trondheim verletzungsbedingt verpassen. Wie der norwegische Verband am Freitag mitteilte, zog sich der Gesamtweltcupsieger von 2020/21 und 2022/23 bei einem Trainingssturz in Lillehammer einen Riss des Seitenbandes im Knie zu. Der 28-Jährige, vor zwei Wochen in Lake Placid noch Siebenter, wird zeitnah operiert und etwa vier Monate pausieren müssen.
„Der Sport gibt und nimmt. Es ist sehr schmerzhaft, die Gelegenheit zu verpassen, auf heimischem Boden an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Darauf freue ich mich, seit die WM nach Trondheim vergeben wurde. Daran denke ich seit mehreren Jahren jeden Tag“, wurde Granerud, der in Trondheim wohnt, in einer Aussendung zitiert. Granerud, Tourneesieger 2022/23 und vor zwei Jahren in Planica jeweils Vizeweltmeister mit der Mannschaft und dem Mixed-Team, sprach von einem „tollpatschigen Sturz“, den er nicht mehr verhindern konnte.
Die norwegische Frauen-Hoffnungsträgerin Thea Minyan Björseth war am vergangenen Samstag als Halbzeitführende in Ljubno ebenfalls gestürzt. Wenige Tage später teilte der Verband mit, dass sich die 21-Jährige schwer verletzt hatte. Björseth riss sich beide Kreuzbänder und beschädigte sich ein Seitenband im linken Knie, außerdem zog sie sich einen Bänderschaden im Ellbogen zu. Sie soll in der kommenden Woche operiert werden. Mannschaftsärztin Guri Ekaas geht davon aus, dass Björseth damit auch die Olympischen Winterspiele 2026 verpassen wird.