AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Hahnenkamm-AbfahrtKitzbühel light? Die Streif war jedenfalls schon gefährlicher

Matthias Mayer als bester Österreicher Sechster im ersten Training auf der Streif, Kjetil Jansrud lieferte die erste Bestzeit.

ALPINE SKIING - FIS WC Kitzbuehel
Matthias Mayer als bester Österreicher Sechster © GEPA pictures
 

Der Norweger Kjetil Jansrud hat am Dienstag im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel Bestzeit erzielt. Der Abfahrts-Weltmeister lag 0,04 Sekunden vor dem US-Amerikaner Jared Goldberg und 0,20 Sekunden vor dem Franzosen Johan Clarey. Bester Österreicher nach 40 Läufern war Matthias Mayer als Sechster (+0,64), Vincent Kriechmayr folgte auf Rang neun (0,93) und sagte: "Die Piste präsentiert sich heuer schön ruhig und angenehm." Soll heißen: Die Strecke ist gleichmäßig präpariert und nicht so gefährlich wie in den vergangenen Jahren. Und so gab es nach dem Training auch großes Lob von den Skistars in Richtung Organisatoren für die geleistete Vorarbeit. Wobei: Die Streif ist freilich immer noch gefährlich genug ...

>>> Das Ergebnis vom Abfahrtstraining <<<

Matthias Mayer sagte: "Hart, gleichmäßig, gewaltig. Man muss den Hut ziehen vor dem neuen Pistenchef, super gemacht", lobte Mayer. Seine Fahrt sei ordentlich gewesen, aber es sei erst das erste Training. "Und bei Beat Feuz sieht man, der schaut wieder, dass er 50. wird und sich komplett aus jedem Geplänkel raushält", meinte der Doppelolympiasieger lachend. "In Kitzbühel kann man nicht am ersten Tag bereits wieder mit Hundert fahren", meinte Wengen-Sieger Feuz.

"Ein bisschen frühjahrsmäßig"

"Traumhaftes Wetter, das macht viel mehr Spaß." Und die Piste ist viel ruhiger als in den letzten Jahren und nicht so eisig, herunten ist es sogar ein bisschen frühjahrsmäßig - klar mit den Temperaturen", sagte Vincent Kriechmayr (0,93). Im Vorjahr sei es wesentlich unruhiger gewesen. Kriechmayr tat die gute Fahrt gut, denn Wengen sei für ihn "nicht gerade berauschend" gewesen. Aber es gäbe Schlimmeres, meinte er mit Verweis auf das verletzungsbedingte Saisonende von Streif-Topfavorit Dominik Paris.

Bei Max Franz (2,83) war die Anspannung nach dem Fersenbruch im Vorjahr auf der Streif sehr hoch gewesen, er habe geschaut, auf der Linie zu bleiben. "Das war mit Handbremse, aber ich habe gesehen, dass es gut geht. Das habe ich heute gebraucht, und wenn ich ehrlich bin, würde ich gleich nochmals fahren, weil ich gesehen habe, dass es geht. Morgen versuche ich, den nächsten Schritt zu machen." Vom Rücken her passe alles, er hoffe, dass es so weitergehe, auch wenn momentan nichts locker vom Hocker gehe. Wenn die Piste so bleibe, würde man mal ein ganz anderes Kitzbühel haben.

"Angenehm ist es am Start nie"

Anders standen die Vorzeichen bei Daniel Danklmaier (1,89), der voriges Jahrs in der Streif-Abfahrt Fünfter geworden war. "Angenehm ist es am Start nie, da denkst du dir, warum tust du das eigentlich. Aber im Ziel war es wieder eine Genugtuung. Es war angenehmer als im Vorjahr, aber hat auch seine Tücken. Es war geil. Ich komme gern her und fahre gern runter. Du musst eine wilde Sau sein und den Ski gehen lassen."

Die Athleten hatten einen Funkspruch bekommen, dass sie bei der Hausbergkante Tempo rausnehmen sollen. Trotzdem seien die Sprünge weit gegangen. Otmar Striedinger (2,00) bremste sich auch ein. "Ich habe nicht voll durchgezogen. Sie müssen da schon was tun und die Kante am Hausberg abnehmen. Im Renntempo geht der Sprung sicher zu weit." Er probierte Material und "riskierte nicht Kopf und Kragen". Seine Taktik sei, sich von Tag zu Tag zu steigern und am Renntag den einen Lauf auszupacken.

In Kitzbühel werden am Freitag ein Super-G, am Samstag eine Abfahrt und am Sonntag ein Slalom ausgetragen.

Kommentare (1)

Kommentieren
All that Jazz
0
0
Lesenswert?

angesichts der vielen Schwerstverletzten ist eine etwas "leichtere"

Streif sicher kein Nachteil für die Gesundheit der Athleten.

Antworten