Am Samstag schlägt für Conny Hütter in Sun Valley wieder die Stunde der Wahrheit. So hat die Kumbergerin die Chance, sich wie im Vorjahr im allerletzten Rennen noch die Kugel im Abfahrtsweltcup zu sichern. 2024 brauste die Steirerin beim Saisonfinale zum Sieg und machte gegenüber der Schweizerin Lara Gut-Behrami, die über den 17. Platz nicht hinauskam, noch 72 Punkte gut und sicherte sich so noch Kristall. Heuer ist die Ausgangslage eine weit bessere: Hütter liegt als Zweite in der Spezialdisziplin nur 16 Zähler hinter der Italienerin Federica Brignone. Kann die Österreicherin das Rennen gewinnen, ist ihr die Abfahrtskugel erneut sicher.

Schon 2024 setzte „Conny Karacho“ auf einen ganz speziellen Glücksbringer: „Bei der WM 2023 habe ich mit meiner Bronzemedaille im Swiss-Ski-Stübli gefeiert und getanzt. Doch mir rutschte immer wieder die Hose runter. Zum Glück kam dann ein Musiker und brachte mir einen Gürtel, in den ich mich sofort verliebt habe“, erzählt das Speed-Ass gegenüber dem „Blick“. Dabei handelt es sich um einen Appenzeller Gürtel mit Kuh-Beschlägen aus Messing. „Die Schweizer haben mir aus der Patsche geholfen. Und weil ich bei mir zu Hause in der Steiermark selbst Kühe habe, war das perfekt. Seither ist er mein Glücksgürtel – ich trage ihn immer im Zielraum nach den Rennen“, sagt Hütter.

Die „Challenger“-Strecke in Sun Valley (US-Bundesstaat Idaho) ist für alle die große Unbekannte, aber die Österreicherin weiß: „Im letzten Jahr habe ich das Unmögliche möglich gemacht. Und ich weiß, dass ich es auch jetzt draufhabe.“ Den Sturz in der Vorwoche in La Thuile hat Hütter bereits verarbeitet: „Er war ein Schock und auch schmerzhaft. Aber ich weiß, was jetzt zu tun ist.“