Es ist geschafft! Österreich, das Land mit mehr als acht Millionen Ski-Experten, hat angeschrieben bei der Heim-Weltmeisterschaft und das dann auch gleich in Gold. Überraschend? Ja! Glücklich? Auf gar keinen Fall. Stephanie Venier ließ auf der Ulli-Maier-Strecke keinen Zweifel aufkommen, wer die Goldene mitnimmt.

Mittlerweile hat man schon das Gefühl, Österreich ist das neue Deutschland – zumindest wenn es um Erfolge bei Großereignissen geht. Während unsere „Lieblingsnachbarn“ jahrelang im Fußball als Turniermannschaft Nummer eins betitelt wurden, schaltet bei den rot-weiß-roten Stars auf zwei Brettern ebenfalls der berühmte Schalter um, wenn sie WM-Luft riechen. Das tut gut, der Ski-Seele im Land, den Veranstaltern in Saalbach und am meisten den Athletinnen selbst.

Denn was bei aller, oftmals auch berechtigten Kritik gerne vergessen wird, sind die Opfer, die es für so eine Goldene zu bringen gilt. Und die Stephanie Venier ganz bewusst nach ihrem Sieg ansprach. Sie selbst erlebte es vor zehn Jahren, wie schnell der Traum von Gold durch eine Verletzung zerplatzt. Diesmal erwischte es Ricarda Haaser, die mit ihrer Knieverletzung lange ausfällt.

Der Grat zwischen Gold und Gebrechen – im Skisport ist er sehr schmal.