Wer den exklusivsten Platz der Ski-Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm sucht, ist im „VIP Champions Club“ während des Großevents der Extraklasse sicherlich goldrichtig. Eindrucksvoll und direkt an der Piste gelegen begeistert der „Palast“ nicht nur Stars und Sternchen, sondern öffnet auch die Tore für das „normale Skivolk“, wenn man es sich leisten will. 650 bis 825 Euro kostet das Tagesticket unter der Woche, an den Wochenenden ist es noch einmal ein Stück teurer. „Für die beiden Wochen, also die gesamte Ski-WM, zahlt man 6000 Euro“, verrät ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer. „In Kitzbühel kosten drei Tage 5700 Euro, also kann sich der Preis durchaus sehen lassen.“

Für diesen Preis wird einem aber auch einiges geboten. Das Catering von „Do & Co“ lässt keine Wünsche offen, wie Geschäftsführer Wilfried Hohenwarter bei einem Rundgang erklärt. „Wir haben hier circa 170 Mitarbeiter im Einsatz, bereiten in den zwei Wochen etwa 5000 Kaiserschmarrn zu und verbrauchen 700 Kilogramm frische Schokolade.“ Für das Equipment, das unter anderem 17.000 Teller, 20.000 Besteckteile und 12.000 Gläser umfasst, wurden elf Lkw-Trailer benötigt. Die Küche mussten zwei Sattelschlepper anliefern.

Teurer Spaß für ÖSV

Die maximale Auslastung beträgt 1100 Besucher. „Die Arbeiten für den Unteraufbau haben bereits im Herbst begonnen, am 12. Jänner ging es dann mit dem generellen Aufbau los“, sagt die ÖSV-Verantwortliche Birgit Pilotto. Kein Wunder, dass sich die Gesamtkosten ebenfalls sehen lassen können. 4,5 bis 5 Millionen Euro musste der Verband für Infrastruktur und Betrieb hinlegen, zuvor kaufte man die Rechte für den „VIP Champions Club“ von WM-Vermarkter „Infront Sports & Media“ zurück. „Das haben wir aber ganz bewusst gemacht, da wir bei einer Heim-WM mit unserer österreichischen Gastlichkeit überzeugen wollen“, sagt Scherer dazu.