Den österreichischen Tennisfans dürfte Fudschaira ein Begriff sein, hat doch Lilli Tagger in der Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten erst vor wenigen Wochen mit dem ITF-W100-Titel ihren bisher größten Turniersieg geholt. Diese Woche hätte in der Stadt am Golf von Oman ein ATP-Challenger stattfinden sollen, doch musste dieser nun aufgrund des ausgebrochenen Krieges abgebrochen werden. Trümmer einer abgeschossenen Drohne hatten ein 15 Kilometer von der Anlage entferntes Ölfeld in Brand gesetzt. Zunächst waren am Dienstag noch Spiele angesetzt, doch mussten die Spieler dann fluchtartig die Plätze verlassen.
Nach Abbruch des Turniers und der Absage des für die kommende Woche geplanten Events stellte sich für die gestrandeten Tennisprofis die Frage, wie sie die Region schnellstmöglich verlassen könnten. Da schickte die ATP ein Offert für einen Charterflug via Ägypten nach Mailand aus. Kostenpunkt pro Person: 5000 Euro. Zum Vergleich: Für die Erstrundenniederlage in Fudschaira schüttete die ATP 540 Euro Preisgeld aus. Nur wenig später teilte die ATP in einer zweiten Nachricht an die Spieler mit, dass sie keinen Charterflug organisieren werde. Stattdessen prüfe man „verfügbare Reisemöglichkeiten mit Drittanbietern“.
Aber: Laut dem weißrussischen Profi Ilja Iwaschka steht seit heute fest, dass die ATP sämtliche Kosten für die Spieler übernimmt, die die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen müssen. Ende gut, alles gut.