Während die ATP Finals in Turin gerade voll im Gange sind, ist der alljährliche Showdown der Frauen bereits Geschichte. Elena Rybakina sicherte sich bekanntlich den Triumph beim Saison-Kehraus im saudi-arabischen Riad mit einem Finalsieg über Aryna Sabalenka. Doch haben die WTA Finals 2025 einen schalen Nachgeschmack, verweigerte die Kasachin bei der Siegerehrung doch ein gemeinsames Foto mit WTA-CEO Portia Archer. Der Auslöser für die Kontroverse: Die mehrmonatige Sperre ihres Coachs Stefano Vukov.
Was war geschehen? Nach öffentlicher Kritik an seinen Trainingsmethoden bei den Australian Open 2023 hielt Rybakina zu ihrem Betreuer. Vor den US Open 2024 gab sie die Zusammenarbeit zunächst auf, kurz darauf wurde der Kroate von der WTA vorläufig suspendiert. Anfang 2025 arbeiteten beide wieder zusammen, ehe im Februar wegen Verstoßes gegen den Verhaltenskodex der WTA eine zwölfmonatige Sperre verhängt wurde. Vukovs Verhalten stehe in „Widerspruch“ zu einer „sicheren Umgebung“ für alle auf der Tour, betonte Archer. Zudem erklärte sie in Richtung Rybakina: „Es ist für mich klar, dass ihr eine toxische Beziehung habt.“ Vukov legte Berufung ein und durfte Mitte August zurückkehren.
Die kuriose Szene in Riad darf also als Retourkutsche Rybakinas gegenüber der WTA und Archer gewertet werden. Denn schon bei den heurigen Australian Open hatte die 26-Jährige bei einer Pressekonferenz betont, dass sie mit der Sperre Vukovs nicht einverstanden sei und dieser sie, wie in der Öffentlichkeit behauptet wurde, nie misshandelt hätte.