Sie holte sich als letzte Spielerin ihren Startplatz für das Saisonfinale der besten acht Spielerinnen der Saison, aber sie verlässt Riad und Saudi-Arabien als große Siegerin. Die Kasachin Elena Rybakina triumphierte erstmals in ihrer Laufbahn bei den WTA-Finals. Und das in einem hochklassigen Finalduell gegen die Nummer eins der Welt: Rybakina bezwang Aryna Sabalenka nach 108 Minuten mit 6:3, 7:6, ließ ihrer Gegnerin im abschließenden Tiebreak nicht einen einzigen Punkt. Die Belohnung: Nicht weniger als 5,235 Millionen US-Dollar für ihren dritten Titel in diesem Jahr. Sabalenka blieben als Verliererin immerhin auch noch 2,695 Millionen – das reichte für die Weißrussin für einen neuen Rekord: Allein an Preisgeld verdiente sie heuer knapp 15 Millionen US-Dollar, mehr als jede Frau in einem Jahr davor.

Rybakina wehrte im zweiten Satz beim Stand von 4:5 und eigenem Aufschlag zwei Satzbälle von Sabalenka ab und machte dann im Tie-Break zu null den Sack zu. Im ersten Satz hatte ihr ein Break zum 4:2 gereicht, um sich entscheidend abzusetzen. Es war der einzige Serviceverlust in dieser Partie. Nach ihrem Wimbledon-Sieg 2022 war es für Rybakina der nächste ganz große Triumph – und sie erwies sich einmal mehr als Sabalenkas Angstgegnerin, verkürzte im Head-to-Head auf 6:8 und hat vor allem die letzten drei Endspiele gegen ihre weißrussische Gegnerin gewonnen. Diese muss hingegen weiter auf ihren ersten Masters-Triumph warten, schon 2022 war sie im Endspiel, damals der Französin Caroline Garcia, in zwei Sätzen unterlegen.

Rybakina schaffte aber noch mehr: Sie gewann als erste Kasachin die WTA-Finals und ist erst die zweite Spielerin, der es gelang, eine Nummer eins der Welt in zwei aufeinanderfolgenden Endspielen zu schlagen. Dazu kommt, dass sie in Duellen gegen die aktuelle Nummer eins der Welt eine 8:6-Statistik aufweist, nur Steffi Graf und Serena Williams haben abgesehen davon eine positive Bilanz gegen Nummer-eins-Spielerinnen. In der Weltrangliste verbessert sich Rybakina damit auf Platz fünf.