Bei den French Open kommt es zum Traumfinale zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Der Tennis-Weltranglistenerste Sinner aus Italien setzte sich am Freitag in Paris in einem hochklassigen Halbfinale gegen den serbischen Rekord-Grand-Slam-Champion Novak Djokovic souverän mit 6:4, 7:5, 7:6(3) durch. Kurz zuvor hatte der spanische Titelverteidiger Alcaraz von der verletzungsbedingten Aufgabe des Italieners Lorenzo Musetti beim Stand von 4:6, 7:6(3), 6:0, 2:0 profitiert.

Einige Stunden später nach dem Spanier bekam es Sinner im Generationenduell mit dem 38-jährigen Djokovic zu tun. Vor den Augen internationaler Prominenz wie Ex-Profi Andre Agassi, Schauspieler Dustin Hoffmann oder Formel-1-Pilot Isack Hadjar holte sich der Südtiroler im ersten Satz das Break zum 3:2, was zum Satzgewinn reichte. Im zweiten Durchgang legte der als Nummer sechs gesetzte Djokovic angefeuert von den französischen Fans einen Gang zu. Nachdem der Routinier seinen Aufschlag zum 3:4 abgab, glich er mit seinen ersten beiden Breakchancen zum 5:5 aus. Allerdings kassierte Djokovic direkt wieder das Rebreak und musste sich mehrmals am linken Oberschenkel behandeln lassen.

Am Court war Djokovic kein Handicap anzumerken. Im Gegenteil, im dritten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, beide Spieler brachten ihre Aufschlagspiele oft locker durch. Djokovic erkämpfte sich bei 5:4 und Aufschlag Sinner drei Satzbälle, vergab aber alle. Im Tiebreak hatte Sinner die besseren Nerven und verwandelte seinen zweiten Matchball.

„Ich musste mein bestes Tennis spielen, um ihn zu besiegen. Er hat einmal mehr bewiesen, welch Vorbild er für alle ist, speziell für uns junge Spieler. Novak ist der beste Spieler in der Tennisgeschichte“, sagte Sinner, der schon in Richtung Finale blickte, voller Respekt. „Ich weiß, dass meine direkte Bilanz gegen Carlos zuletzt nicht allzu berauschend aussieht. Aber ich hoffe, dass sich das am Sonntag ändert..“, sagte Sinner.