Es war am Ende wohl nur ein schwacher Trost für Christian Merli, dass er sich den Streckenrekord geholt hatte. Denn „Mister Rechberg“, der fünfmalige Champion, musste sich abermals geschlagen geben. Und zum wiederholten Mal war es ein Franzose, der ihm die Schneid abgekauft und den Siegerkranz abgeholt hatte. Kevin Petit triumphierte im Almenland, in dem zum 51. Mal die Rennwagen den Boden beben ließen. Vom Puch 650 TR, dem hubraumstärkeren Nachfolger des legendären Puch-Schammerls (Puch 500), bis zum hochgezüchteten Nova NP 01-2 C Honda Turbo Petits war alles am Start. Petit beeindruckte gleich im ersten Lauf mit einem Streckenrekord (1:43,343), den ihm Merli (1:43,192) später im zweiten Lauf abspenstig machte. Dennoch war ihm der Sieg mit einer Gesamtzeit von 3:26,915 Minuten nicht zu nehmen. Schnellster Österreicher war zum wiederholten Mal Christoph Lampert (Nova NP 01-2 C Honda Turbo). Der Salzburger belegte den sechsten Gesamtrang.

Die Schwierigkeit der 4,4 Kilometer langen Piste offenbarte sich oft schon im ersten Gustostückerl: Die Lackner Reith – die zügige Rechts-Links-Kombination, in deren Außenradius die Fans eine so herrliche Sicht auf das Geschehen haben - war auch heuer des Öfteren Endstation. Immer wieder musste die Helferschaft mit den Besen ausrücken, um den Dreck und Karosseriestückchen von der Piste zu kehren. Die Spuren in den angrenzenden Wiesen werden noch lange Zeugnis des fahrerischen Unvermögens ablegen – bis im wahrsten Sinne Gras über die Sache gewachsen ist.