Tennis Novak Djokovic ist bei den ATP-Finals einmal mehr der Topfavorit

Wenn Novak Djokovic ab Sonntag in Turin bei den ATP Finals aufschlägt, ist der Serbe einmal mehr Topfavorit. Zuletzt hat der Serbe aber 2015 bei den Finals gewonnen.

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Novak Djokovic
Novak Djokovic © AFP
 

Erstmals in Turin gehen von Sonntag bis 21. November die ATP Finals der besten acht Tennis-Profis des Jahres in Szene. Der Pala Alpitour, der 2006 für das olympische Eishockey-Turnier gebaut worden war und rund 12.000 Fans Platz bietet, wird trotz nach wie vor kursierender Corona-Pandemie völlig ausverkauft sein. 120.000 Fans werden Topfavorit Novak Djokovic, seinem ersten Herausforderer Daniil Medwedew und Co. dabei auf die Beine schauen, es ist das insgesamt 52. "Masters".

Der ATP-Showdown war zuletzt zwölf Jahre in Folge sehr erfolgreich in der Londoner O2-Arena ausgetragen wurden, die Latte für die Italiener liegt also hoch. Auf welchem Niveau die Matches stattfinden, wird nicht zuletzt auch vom Müdigkeitsgrad der Spieler nach einer langen Saison abhängen. Sämtliche Matches werden wieder live auf Sky Sport Austria übertragen.

Gleich drei Stars sind rekonvaleszent und fehlen deshalb bei der Turin-Premiere: Rafael Nadal, der das "Masters" in seiner Karriere noch nie gewinnen konnte, "Masters"-Rekordsieger Roger Federer (6 Titel) und auch Österreichs Top-Sportexport Dominic Thiem. Letzterer war in den vergangenen fünf Jahren schon Fixstarter bei den ATP Finals und kratzte 2019 und 2020 mit jeweils hauchdünnen Endspielniederlagen gegen Stefanos Tsitsipas bzw. Medwedew am Titel. Thiem, der sich nach überstandener Handgelenks-Verletzung bereits auf sein Comeback 2022 vorbereitet, kann aber nur aus der Ferne zusehen.

Die Auslosung für den Event, der mit 7,25 Mio. Dollar wieder eine finanzielle Aufwertung erfahren hat, hat Djokovic den Griechen Tsitsipas, Andrej Rublew (RUS) und Debütant Casper Ruud (NOR) beschert. Der 34-jährige Serbe eröffnet seine Spiele in der Gruppe "rot" am Montag gegen Ruud.

In Gruppe "grün" startet Co-Favorit Medwedew gegen den zweiten Debütanten im Achterfeld, den Polen Hubert Hurkacz, am Sonntag (14.00). Am Abend (21.00) ist Olympiasieger und Wien-Champion Alexander Zverev, der wie Thiem nun bei fünf Masters-Auftritten hält, gegen den Lokalmatador Matteo Berrettini im Einsatz.

"Ich fühle mich gut und freue mich auf das Turnier. Und natürlich hoffe ich, dass ich zum zweiten Mal die Trophäe nach Hause bringen kann", sagte Zverev. Als der Hamburger 2018 bei den ATP Finals triumphierte, war das noch eine große Überraschung. Diesmal zählt Zverev wie selbstverständlich zu den Mitfavoriten.

Der Erfolgshunger von Djokovic, der sich zuletzt zum siebenten Mal die Nummer-1-Positon per Jahresende gesichert hatte (Rekord), ist aber ungestillt. Mit seinem sechsten Titel könnte er in Sachen "Masters"-Siege mit Federer gleichziehen und seine Position ganz oben weiter einzementieren.

Doch der "Djoker" hat seit Flushing Meadows nur noch in Paris-Bercy gespielt. Er wird damit doch etwas frischer als normalerweise nach Turin kommen. "Ich habe zwar von der Anzahl der Turniere her nicht so viel gespielt wie in früheren Jahren, aber ich hatte viele erschöpfende Phasen in Grand Slams, besonders emotional und mental", erklärte Djokovic nach seiner Ankunft am Freitag.

"Mit einem halbleeren Tank kann man hier nicht sein Bestes zeigen. Man braucht in jedem einzelnen Match die volle Intensität", weiß der 20-fache Major-Sieger.

In Innsbruck trifft Djokovic auf Österreich

Jedenfalls will sich der Serbe auch gut für den Davis Cup in Innsbruck einschlagen, wo er mit seinem Team zunächst auf Österreich und Deutschland trifft. Viel Pause bleibt ihm da allerdings bei einer Finalteilnahme nicht, wobei der Weg von Turin in die Tiroler Hauptstadt mit knapp 375 km überschaubar ist. Österreich trifft am 26.11., also fünf Tage nach dem Endspiel in Turin auf die Serben.

Österreich ist übrigens auch im Doppel nach ebenfalls erfolgreichen Jahren diesmal nicht vertreten: Im Vorjahr verlor der mittlerweile zurückgetretene Jürgen Melzer an der Seite des Franzosen Edouard Roger-Vasselin erst im Endspiel.

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