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US OpenDominic Thiem: Mit Kampf über Krampf zum großen Glanz

Dominic Thiem hat als zweiter Österreicher einen Grand-Slam-Titel erobert. Nach einem Nerven-Drama, das fehlende Klasse mehr als aufwog. Ein Sieg als Spiegelbild der Karriere.

Dominic Thiem
Dominic Thiem sank nach seinem Triumph zu Boden © AP
 

Es hat so sein müssen. Wie meine ganze Karriere. Ein Auf und Ab, einfach nur noch Drama“, sagte Dominic Thiem nur wenige Minuten nach dem größten Triumph seiner Karriere. Da konnte er schon wieder lachen. Und viele Österreicher vor den Fernsehgeräten (im Schnitt waren auf Servus TV immerhin 400.000 dabei, auch Eurosport werden einige geschaut haben) lachten da wohl ebenfalls, vielleicht weinten sie auch Tränen der Rührung, der Freude – oder die Augen tränten vor Müdigkeit. Schließlich war es bei uns bereits kurz nach viertel drei, als Dominic Thiem auf den Boden der leeren Arthur-Ashe-Arena sank. Geschüttelt von Krämpfen in den Beinen und von den Emotionen. Und doch endlich am Ziel. Dort, wo vor ihm mit Thomas Muster erst ein einziger Österreicher war: auf der obersten Stufe eines Grand-Slam-Turnieres. Als zweiter Österreicher hat Thiem also eines der vier größten Turniere des Jahres gewonnen, die US Open in New York. Nach einem wahren Drama, wie allein das Ergebnis – 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6 – aussagt. Erst vier Spieler schafften es zuvor, einen solchen Rückstand in einem Spiel noch zu drehen, in New York keiner in der sogenannten „Open Era“, davor 1949 ein gewisser Pancho Gonzales.

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