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US OpenDominic Thiem ist jetzt der logische Favorit

13 Mal in Folge haben Novak Djokovic, Rafael Nadal oder Roger Federer bei Grand Slams gewonnen. Mit Stan Wawrinka, Andy Murray und Marin Cilic sind auch die letzten Grand-Slam-Sieger vor den Großen Drei nicht mehr dabei.

Dominic Thiem
Dominic Thiem © AP
 

Nach einer Serie von 13 Triumphen von Novak Djokovic, Rafael Nadal oder Roger Federer wird es am Sonntag in New York einen anderen Grand-Slam-Siegernamen geben. Nachdem der Spanier Nadal und der Schweizer Federer corona-bedingt bei den US Open nicht angetreten waren, hat sich der Serbe Djokovic durch seine Disqualifikation im Achtelfinale am Sonntag quasi selbst aus dem Bewerb genommen.

Der diesmal auch nicht in die USA gereiste Stan Wawrinka ist der bisher letzte Major-Sieger abseits der "Big three". Der Schweizer holte vor vier Jahren den US-Open-Titel, nachdem er 2014 bei den Australian Open und 2015 bei den French Open triumphiert hatte. Zurück bis ins Jahr 2006 findet man sonst nur drei weitere Namen mit gesamt fünf Major-Titeln in den Siegerlisten: Andy Murray (GBR/Wimbledon 2013, 2016; US Open 2012), Marin Cilic (CRO/US Open 2014) und Juan Martin del Potro (ARG/US Open 2009).

Die US Open waren also über die vergangenen eineinhalb Jahrzehnte schon vor Corona jener Grand Slam mit den meisten "anderen" Siegern, nämlich vier von seither insgesamt acht. In den vergangenen 60 Grand Slams hieß der Sieger 52-mal Djokovic, Nadal oder Federer. Diesmal wird es auf jeden Fall ein neues Siegergesicht auf dieser Ebene geben, denn für die vor den Montag-Achtelfinali noch im Bewerb befindlichen Spieler hat es bisher maximal zu Finaleinzügen gereicht.

Erfahrung macht Thiem zum logischen Favoriten

Am besten steht Dominic Thiem mit drei Endspielen da (French Open 2018, 2019; Australian Open 2020). Den Niederösterreicher macht also nicht nur der Nummer-2-Status zum nun logischen Favoriten, sondern auch die Erfahrung. Der Russe Daniil Medwedew stand vor einem Jahr gegen Nadal im New Yorker Finale, sonst haben es noch Pablo Carreno Busta (ESP/US Open 2017), Matteo Berrettini (ITA/US Open 2019) und Alexander Zverev zumindest in ein Halbfinale geschafft.

Dem Deutschen gelang das heuer in Melbourne, nachdem es für ihn auf Grand-Slam-Ebene lange Zeit überhaupt nicht gelaufen war. Nun ist er in der oberen Hälfte des Tableaus der Favorit auf den Finaleinzug. Er selbst bestreitet sein Viertelfinale als Nummer fünf am Dienstag gegen den Kroaten Borna Coric (27), der kroatische Djokovic-"Bezwinger" Carreno Busta bekommt es mit dem Kanadier Dennis Shapovalov (12) zu tun.

Thiems Hälfte war zumindest vor dem Achtelfinale klar stärker besetzt. Neben dem rot-weiß-roten Hoffnungsträger waren dort aus den Top Ten der Setzliste auch noch Medwedew (3), Berrettini (6) und der Russe Andrej Rublew (10) zu finden. Thiem jedenfalls bietet sich nun auch eine große Chance, in der Weltrangliste punktemäßig zu Djokovic und Nadal aufzuschließen, sein erster Major-Triumph würde dem 27-Jährigen andererseits auf den Vierten einen Polster von rund 2.500 Zählern einbringen.

Kommentare (4)

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plolin
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Richtig!

Alles andere wäre eine Enttäuschung

DukeNude
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US Open 2020

ist wie Seiersberg

kalterschwede1000
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Achtung!!!

Haltet die Klappe!!! Lasst Ihn doch erst mal die nächste Runde schaffen.
Wenn er heute verliert, dann wird er wieder von der Presse niedergemacht.
Das passiert mit jeden Sportler in Österreich. Es wird immer zu früh gejubelt
in Österreich.

BernddasBrot
1
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Zweckpessimismus wäre angebrachter...

allein schon der junge Kanadier in der heutigen Runde.......ist nicht zu unterschätzen....