Fokussiert, in sich gekehrt, aber immer wieder mit einem Lächeln auf den Lippen präsentiert sich Österreichs Tennis-Ass Filip Misolic bei den Generali Open in Kitzbühel. Seit gestern scheint der Steirer als 97. im ATP-Ranking. Eine Tatsache, über die er „sehr stolz und glücklich ist, aber es ist letztlich ein weiterer Karriereschritt. Wobei es schon lässig ist, genau vor Kitz zweistellig zu sein. Die Top 100 waren bisher das Ziel. Jetzt will ich mich da etablieren und dann geht es hoffentlich noch weiter nach vorne.“

2022 sorgte Misolic in Tirol mit dem Finaleinzug für die absolute Sensation. Nach diesem Höhenflug durchlebte der Senkrechtstarter teils „keine so einfache Zeit.“

„Gehe mehr zu den Linien“

Der 23-Jährige mit kroatischen Wurzeln sei „gereift aufgrund der Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Ich habe mein Spiel verbessert, spiele aggressiver und mehr zu den Linien. Aber auch konditionell bin ich gut unterwegs und mental meinen alle, dass ich in wichtigen Phasen ziemlich cool bin“, konkretisiert der Schützling von Ante Andric, der in der einen oder anderen Situation ein Perfektionist ist, „großteils bin ich aber eher der lockere Typ. Alles immer bis ins letzte Detail zu zerlegen, muss nicht immer gut sein.“

Mit dem Argentinier Tomas Etcheverry wartet am Dienstag keine leichte Aufgabe auf ihn. „Er ist ein unangenehmer Gegner, aber ich freue mich total auf das Match, den Center Court und das Publikum. Ich werde die Momente genießen und ich bin gut in Form und habe großes Selbstvertrauen.“

Abseits des Tenniscourts spielt „Miso“ „sehr gerne Basketball mit Freunden“. Wenn es die Zeit zulässt, „kann ich den ganzen Tag vor dem Fernseher verbringen. Von Action bis Comedy ist alles dabei.“ Stichwort Action. Der Dienstag verspricht rot-weiß-rote Power. Neben Misolic trifft Sebastian Ofner auf Jan-Lennard Struff und Lukas Neumayer auf Yannick Hanfmann.