Eliminator-WM in GrazTormena und Gegenheimer eliminierten die Konkurrenz

Simon Gegenheimer (GER) und Gaia Tormena (ITA) holten in Graz WM-Gold im Eliminator. Theo Hauser setzte beim Heimrennen ein Ausrufezeichen, Pech für Daniel Federspiel.

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MOUNTAIN BIKE - UCI MTB Eliminator WC 2021
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In puncto Brutalität sind Eliminator-Rennen kaum zu überbieten. Wie kein anderes Format im Radsport schnellt bei den Athleten das Laktat in die Höhe, auf kurzen und anspruchsvollen Strecken wird um jeden Zentimeter gekämpft. Dass dieses vergleichsweise noch junge Format gut ankommt, wurde abermals in Graz bewiesen: Nach 2018 und 2019 fanden rund um den Karmeliterplatz wieder Eliminator-Rennen in der Landeshauptstadt statt – diesmal wurden die berühmten Regenbogentrikots des Weltverbandes UCI für die Weltmeistertitel vergeben.

Aus österreichischer Sicht ruhten die Hoffnungen auf Daniel Federspiel, der zweifache Eliminator-Weltmeister hatte diesmal aber Pech: Im Halbfinale hatte er ein technisches Gebrechen. "Kleinigkeiten haben über Sieg oder Niederlage entschieden, heute hat mir leider das nötige Glück gefehlt", sagte der Tiroler, der als Achter bester Österreicher wurde. Dicht hinter ihm folgte als Zehnter das Stattegger Mountainbike-Talent Theo Hauser, der Größen wie den amtierenden Bahn-Teamsprint-Olympiasieger Jeffrey Hoogland (NED, Platz zwölf) hinter sich gelassen hat.

Theo Hauser war im Achtelfinale schneller als der spätere Sieger Gegenheimer
Theo Hauser war im Achtelfinale schneller als der spätere Sieger Gegenheimer Foto © GEPA pictures

Im Achtelfinale war er schneller als der spätere Sieger Simon Gegenheimer, der sich nach einem Bilderbuch-Finale Gold umhängen durfte: Der Deutsche lag bis zur letzten Kurve hinter Jeroen Van Eck, im Zielsprint entwischte er dem Niederländer. "Ich wartete auf meine Chance, ich habe sie erst in der letzten Kurve bekommen. Ich weiß nicht, wo ich die Kraft hergenommen habe. Viele Male war ich schon knapp dran an der Goldmedaille, war dreimal Vizeweltmeister, jetzt ist ein Traum in Erfüllung gegangen."

Gaia Tormena war bei den Frauen einsame Spitze. Die Italienerin galt als Weltcup-Dominatorin und Europameisterin schon im Vorhinein als jene, die es zu schlagen gilt – gelungen ist es keiner der Konkurrentinnen. "Es ist der zweite WM-Titel für mich, aber jetzt weiß ich, was er bedeutet. 2019 war der Titel eine Überraschung – jetzt habe ich hart daran gearbeitet", sagte die 19-Jährige aus dem Aostatal.

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