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LeichtathletikDie Tops und Flops der WM in Doha

Top: Österreichs Team mit zwei Bronzemedaillen. Flop: Die Zuschauer-Flaute.

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© APA/AFP/GIUSEPPE CACACE
 

TOPS:

Österreichs Team: Mit den zwei Bronzemedaillen durch Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger und Siebenkämpferin Verena Preiner erlebte der Österreichische Verband die beste WM in der Geschichte. Die ÖLV-Gesamtmedaillenzahl wurde dabei gleich auf vier Stück verdoppelt.

Barshim-Heldentat: Katars Volksheld Mutaz Essa Barshim hielt dem Druck stand und verteidigte seinen Titel im Hochsprung erfolgreich. An seinem Finaltag war das Khalifa-Stadion bei freiem Eintritt voll, die Stimmung entsprechend toll.

Mama-Macht: Die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (100 m), die US-Amerikanerinnen Allyson Felix (Mixed-Staffel, 4 x 400 m) und Nia Ali (100 m Hürden) sowie die Chinesin Liu Hong (20 km Gehen) waren die Mütter unter den Goldmedaillengewinnerinnen.

Mixed-Staffel-Premiere: Erfolg für die 49. Disziplin: Es müssen nicht Frau gegen Frau und Mann gegen Mann laufen, die Reihenfolge der 4 x 400-m-Staffel darf frei bestimmt werden. Polen durchbrach das Schema, eine Schlussläuferin war gegen ausschließlich männliche Konkurrenz auf der Bahn.

Fairness-Medaillen: In zwei Bewerben wurde nachträglich aus Fairnessgründen nach Beeinträchtigungen beim Wettkampfablauf eine zweite Bronzemedaille vergeben: im Hammerwurf an den Polen Wojciech Nowicki, im 110-m-Hürdensprint an den Spanier Orlando Ortega.

USA-Stärke: Die Vereinigten Staaten von Amerika, nächster WM-Gastgeber im August 2021 mit Eugene/Oregon, gewannen die Medaillenwertung. Nach 49 Entscheidungen hatten Christian Coleman und Co. 14 Gold, 11 Silber und 4 Bronze auf dem Konto. Mit Respektabstand folgten Kenia (5/2/4) und Jamaika (3/5/4).

FLOPS:

Salazar-Schatten: Trainer Alberto Salazar wurde nach jahrelangen Ermittlungen von der US-Anti-Doping-Agentur für vier Jahre gesperrt. Mehrere Sportler seines Nike Oregon Project performten erfolgreich bei der WM. Obwohl der Ermittlungszeitraum sie nicht betrifft, lief der Verdacht mit.

Mitternachts-Hitzerennen: Einzige Möglichkeit, die zwei Marathons und vier Geher-Entscheidungen wegen der Hitze im Wüsten-Emirat überhaupt durchführen zu können, war mitten in der Nacht. Anders als ihm klimatisierten Stadion war es an der Strandpromenade Corniche auch nachts mehr als 30 Grad heiß, die Luftfeuchtigkeit lag bei über 70 Prozent.

Zuschauer-Flaute: Erst an den letzten Tagen strömten vermehrt Zuschauer ins Stadion und ließen die Stimmung ansteigen. Insgesamt blieb der Zuspruch unter den Erwartungen bzw. gingen die Fans vor den späten Entscheidungen heim.

Diskus-Eliminierung: Der große Aufreger aus österreichischer Sicht war die Nichtzulassung des Lieblings-Diskus von Lukas Weißhaidinger. Die ganze Saison hatte er damit geworfen. Trotz Schock reichte es gerade noch fürs Finale. Statt "Black Dynamite" nahm er den "Eliminator" in die Hand - und gewann dennoch Bronze.

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