SensationLandertinger holt Bronze über 20 Kilometer

Über 20 Kilometer holte Dominik Landertinger im Einzel sensationell und ohne Fehlschuss die Bronzemedaille. Gold ging an Johannes Bö (NOR), Silber an Jakov Fak (SLO).

Landertinger lief zur Bronze-Medaille
Landertinger lief zur Bronze-Medaille © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Carl Sandin)
 

Dominik Landertinger hat Österreichs erste Biathlon-Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang geholt. Der 29-jährige Tiroler gewann im Einzelbewerb über 20 km dank einer fehlerfreien Schießleistung Bronze. Gold ging trotz zweier Strafminuten an den Norweger Johannes Thingnes Bö, Silber an den fehlerfreien Slowenen Jakov Fak.

Auf den Sieger fehlten Landertinger nur 14,2 Sekunden. Dabei hatte der Ex-Weltmeister nach einer Bandscheibenoperation im September, die ihn in der Vorbereitung zurückgeworfen hatte, alles andere als zu den Favoriten gezählt. Für Landertinger ist es die vierte Olympia-Medaille seiner Karriere, die zweite in einem Einzelrennen nach Silber im Sprint 2014 in Sotschi. Seinen WM-Titel im Massenstart hatte er 2009 ebenfalls in Pyeongchang gewonnen. "Ich bin völlig überwältigt. Es war so ein hartes Jahr und immer ein brutaler Kampf, auch heute. Denn läuferisch ging es mir auch nicht so gut, aber es ist sich ausgegangen, ich kann es kaum glauben", strahlte Landertinger im Ziel.

Bisherige Olympia-Medaillen

SILBER (3): 2010 Vancouver Christoph Sumann (12,5 km Verfolgung), 2010 Vancouver Simon Eder/Daniel Mesotitsch/Dominik Landertinger/Christoph Sumann (Staffel), 2014 Sotschi Dominik Landertinger (10 km Sprint)

BRONZE (3): 2002 Salt Lake City Wolfgang Perner (10 km Sprint) 2014 Sotschi Christoph Sumann/Daniel Mesotitsch/Simon Eder/ Dominik Landertinger (Staffel), 2018 Pyeongchang Dominik Landertinger (20 km Einzel)

Der achtfache Weltcup-Saisonsieger Bö holte sein erstes Olympia-Gold. Weltcup-Leader Martin Fourcade patzte in Führung liegend bei den letzten beiden Schüssen und lag am Ende 42,4 Sekunden hinter seinem norwegischen Rivalen. Die Salzburger Simon Eder (11.) und Julian Eberhard (17.) landeten nach zwei bzw. drei Fehlern nicht in den Top Ten. Tobias Eberhard platzierte sich auf Rang 57. Eder erlaubte sich gleich vor den Mikrofonen einen Spaß mit dem Medaillengewinner: "Wenn es eine Medaille wird, muss er mir ein Bier zahlen. In der vierten Runde ist er ein bisschen mit mir mitgelaufen."

 

Kommentare (1)

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plolin
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Wahnsinn!!

Super!! Herzlichen Glückwunsch. Damit hat wohl keiner gerechnet.

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