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Formel 1Ex-Ferrari-Teamchef Domenicali soll neuer Boss werden

Medienberichten zufolge soll Stefano Domenicali im kommenden Jahr Chase Carey an der Spitze der Formel 1 ablösen.

Stefano Domenicali
Stefano Domenicali © AP
 

Der frühere Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali soll Medienberichten zufolge neuer Geschäftsführer der Formel 1 werden. Der Italiener werde im kommenden Jahr die Nachfolge von Chase Carey an der Spitze der Rennserie antreten, berichtete das Fachportal "Racefans". Nach Angaben der BBC sind die Teamchefs bereits über die Personalie informiert worden. Der US-Amerikaner Carey werde in der Rolle des Formel-1-Präsidenten repräsentative Aufgaben übernehmen.

Domenicali war von Ende 2007 bis 2014 Teamchef bei Ferrari. Er führte die Scuderia zu ihrem bisher letzten WM-Titel, dem Gewinn der Konstrukteurswertung im Jahr 2008. Nach seinem erzwungenen Rücktritt übernahm er beim Weltverband FIA den Vorsitz der Kommission für Einsitzer-Rennwagen. Seit 2016 ist der 55-Jährige Geschäftsführer von Lamborghini.

Über einen Wechsel an der Formel-1-Spitze wird schon länger spekuliert, nachdem zuletzt mit dem Abschluss eines neuen Grundlagenvertrags mit allen Herstellern die langfristige Zukunft der Rennserie geregelt worden war. Carey hatte das Amt des Geschäftsführers Anfang 2017 nach der Übernahme der Rennserie durch den US-Konzern Liberty Media angetreten. Für ihn musste der langjährige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone den Posten räumen.

Mehr Einfluss von Ferrari?

Sollte Domenicali nun in die Rolle aufrücken, könnte dies den Einfluss von Ferrari auf die Motorsport-Königsklasse weiter stärken. Auch FIA-Präsident Jean Todt war lange Ferrari-Teamchef. Der aktuelle Formel-1-Sportchef Ross Brawn war in Todts Amtzeit Technik-Direktor bei der Scuderia und galt als wichtiger Faktor bei allen Titelgewinnen von Michael Schumacher.

Kommentare (1)

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scionescio
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1
Lesenswert?

Das kann ja nur ein Witz sein - schon jetzt sind alle Positionen mit Ex-Ferrari Leuten besetzt ...

... sogar der Renndirektor Michael Masi war Vorsitzender eines Ferrari-Fanklubs.
Dass selbst unter diesen Umständen Ferrari so eine kümmerliche Figur macht, ist ziemlich peinlich - vermutlich waren sie sich durch diese Besetzungen so sicher, dass ihr illegaler Motor nicht abgedreht wird, dass sie komplett den Anschluss verloren haben.
Ob Mercedes und RB bei so einer rotgefärbten Formel 1 noch länger mitmachen wollen, wage ich zu bezweifeln - zumindest Mercedes wird 2022 nur mehr Motoren liefern und das Werksteam verkaufen.