Lando Norris hat sich die erste Pole Position des neuen Formel-1-Jahres gesichert und McLaren die erste Startreihe okkupiert. Der Brite war in der Qualifikation am Samstag in Melbourne 0,084 Sekunden schneller als sein Teamkollege Oscar Piastri, der die erste Pole eines Australiers in Australien somit verpasste. Auf den dritten Platz fuhr Weltmeister Max Verstappen im Red Bull. Die Ferrari von Charles Leclerc und Lewis Hamilton kamen nur auf die Plätze sieben und acht.
George Russell stellte seinen Mercedes bei Temperaturen von über 30 Grad auf den vierten Startplatz, dahinter gehen am Sonntag (5.00 Uhr MEZ/live ORF 1, Sky) Yuki Tsunoda im Racing Bull und Alexander Albon im Williams ins Rennen. Pierre Gasly von der Alpine-Mannschaft und Carlos Sainz im zweiten Williams komplettieren die Top Ten.
McLaren-Duo behielt kühlen Kopf
Als es darauf ankam, gab McLaren im Albert Park Circuit ziemlich klar den Ton an. „Nicht so schlecht, um in das Jahr zu starten“, sagte Norris noch im Cockpit. Wenig später meinte er, das Auto sei extrem schnell, „und wenn man es so hinbekommt, ist es unglaublich, aber es ist schwer, es hinzubekommen“. Seine erste schnelle Q3-Runde war wegen des Verlassens der Streckenbegrenzung gestrichen worden, daher kam alles auf den zweiten Versuch an.
Er werde aber nicht übermütig werden, meinte der 25-Jährige nach seiner zehnten Karriere-Pole-Position. „Das war nur die Qualifikation, lasst uns auf morgen warten.“ Auch aus Piastri sprach die Freude über den Quali-Ausgang. „Ich bin ziemlich zufrieden damit, wie das Qualifying gelaufen ist, aber in Q3 hat es nicht ganz gereicht. Aber es ist eine lange Saison, also ein guter Start“, sagte er.
Regen-Lotterie droht im Rennen
Verstappen zeigte sich zufrieden, nachdem sich das Training am Vortag weniger positiv gestaltet hatte. „Gestern war es ziemlich schwierig, und wenn wir heute Platz drei sind, dann ist das gut“, sagte der Niederländer, der 0,385 Sekunden langsamer war als Norris - in der Formel 1 schon ein deutlicher Abstand. Für Sonntag sind Regen und Sturm angesagt, das könnte einiges durcheinanderwirbeln. „Für mich ist es egal, ob es trocken oder nass ist. Bei dem Wetter können immer ein paar verrückte Dinge passieren, und besonders hier kann es ziemlich rutschig sein.“
Leclerc, der am Freitag die Trainingsbestzeit erzielt hatte, fehlten im Ferrari über sechs Zehntel auf Norris, Hamilton beinahe neun. „Es gibt mit Sicherheit eine Menge zu analysieren“, betonte der Brite nach seinem ersten Qualifying für die Scuderia. „Morgen wird es eine Herausforderung, ich bin dieses Auto noch nie im Regen gefahren. Ich kenne nicht einmal die Regeneinstellungen, also muss ich das heute Abend lernen.“
Durchwachsen verlief der Samstag für die Rookies im Feld. Oliver Bearman (Haas) crashte im Training erneut und hatte im Qualifying technische Probleme, weshalb der Brite nur von Startplatz 20 aus ins Rennen geht. Auch Liam Lawson und Kimi Antonelli erwischte es früh.