Die Kärntner Turnlandschaft liegt zurzeit etwas brach. Keine heimische Athletin ist zurzeit an internationalen Events teilnahmeberechtigt. Das könnte sich in den nächsten Jahren ändern, denn mit Philippa Fenzl (14) und Julija Krammer (10) sind gleich zwei Kärntner Nachwuchshoffnungen vom Klagenfurter Turnverein in den österreichischen Nationalkader aufgenommen worden, was den ersten Grundstein für eine erfolgreiche weitere Karriere darstellt. Ronja Kaiser (12) bestätigte trotz gesundheitlicher Probleme ihre Position im Nachwuchsaufgebot. „Um das zu schaffen, muss man in seiner jeweiligen Altersklasse bei verschiedenen Wettbewerben aufzeigen“, erklärt Andreas Legner vom KTV und fährt fort: „Damit ist es aber lange nicht getan. Jetzt geht die harte Arbeit erst los. Aber wenn sie dranbleiben besteht durchaus die Chance, irgendwann bei EM, WM oder sogar Olympia teilzunehmen.“ Beim Training eröffnen sich auch neue Möglichkeiten. Die Turnerinnen haben jetzt Zugang zu zentralen Lehrgängen, genießen intensive Betreuung und können bei internationalen Bewerben mitwirken. „Sobald sie im Kader sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie ihre Ziele auch weiterverfolgen und nicht abspringen“, ist Turnsportreferentin Renate Huainigg optimistisch. „Sie schaffen es derzeit sehr gut, Schule mit dem Leistungssport zu vereinbaren. Wenn das so bleibt, haben sie durchaus Potenzial, es weit zu bringen.“

„Kontinuierlich gesteigert“

Auch der deutsche Trainer Matthias Fahrig, selbst Olympia-Teilnehmer 2008, lobt die Entwicklung seiner Schützlinge: „Die drei haben sich diesen Erfolg absolut verdient. Sie arbeiten seit Jahren konsequent an sich und haben sich kontinuierlich gesteigert.“ Neben den dreien ist mit der elfjähirgen Selina Stroißnig vom Kunstturnclub Klagenfurt noch eine weitere Kärntnerin im Kader vertreten.