Sieg gegen MoldawienHinteregger: "Jeder hat gerade so viel gemacht, wie er muss"

Martin Hinteregger erklärte die müde Vorstellung des ÖFB-Teams auf seine Art. Teamchef Franco Foda bemühte die personellen Probleme und Arnautovic wollte unbedingt das Tor.

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Martin Hinteregger
Martin Hinteregger © GEPA pictures
 

Von Martin Hinteregger ist unter anderem bekannt, dass er sein Herz auf der Zunge trägt. Und der Kärntner war bemüht, auch nach dem mageren Erfolg gegen Moldawien der Wahrheit auf die Schliche zu kommen. "Jeder hat in diesem Spiel gerade so viel gemacht, wie er muss", lieferte der Frankfurt-Legionär eine halbwegs plausible Erklärung für den Auftritt der Österreicher ab. Denn er dachte schon weiter, nämlich an das nächste Match am Samstag gegen das von Willi Ruttensteiner betreute Israel, das bei den Färöern 4:0 gewann. "Das wird der nächste Pflichtsieg. Wir kommen dort ausgeruht hin, wir haben heute nicht so viele Kräfte gelassen", erklärte der Verteidiger, der auch anmerkte: "Wir waren nie in Gefahr, sie haben keine Torchance gehabt. Es war einfach ein Sieg."

Teamchef Franco Foda zeigte sich mit der Darbietung nicht wirklich einverstanden. "Wir haben uns teilweise das Leben selbst schwer gemacht, wir waren zu kompliziert, zu wenig entschlossen, zu wenig zielstrebig. Wir waren zu lässig, das darf nicht passieren", gab sich der Nationaltrainer kritisch. Allerdings kam er auf die auch während der Partie aufgetretenen personellen Probleme zu sprechen. "Wir mussten immer wieder improvisieren. Christoph Baumgartner ist verletzt ausgeschieden, Louis Schaub hatte Probleme mit der Wade, Conny Laimer wollte schon zur Halbzeit raus." Grundsätzlich sei es "ärgerlich, dass wir nicht über 90 Minuten die Leistung gezeigt haben, die mich zufriedengestellt hätte."

Marko Arnautovic ging auf den Unterschied zwischen Theorie und Praxis ein. "Es ist leicht zu sagen, das wird einfach, gegen solche Länder zu spielen. Aber man hat gesehen, dass es nicht einfach ist", erklärte der Stürmer, der sein 28. Länderspieltor nach perfekter Vorlage von David Alaba mit einem eleganten Lupfer erzielte. Der Bologna-Legionär zog damit mit Marc Janko gleich und ist Vierter der ewigen Schützenliste. "Ich wollte nicht raus, bis ich ein Tor mache. Ich habe mich dann beim Schiedsrichter bedankt, dass er so lange hat spielen lassen." Die halbstündige Verzögerung beim Anpfiff durch die Drohne sei auch alles andere als ideal gewesen. "Du gehst raus, bist voll motiviert, bereit für das Spiel, dann musst du warten und wirst wieder kalt, das ist alles nicht so einfach", erklärte Arnautovic.

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