Die Pflicht ist erfüllt und der zu erwartende Sieg gegen San Marino souverän eingefahren. Das ist natürlich erfreulich und für das weiterführende Berufsleben aller Beteiligten von Vorteil, denn es sind logischerweise nicht nur die ÖFB-Spieler und ihre Betreuer, die Teil der WM 2026 sein wollen. Dieser Kreis lässt sich auf sämtliche Mitarbeiter des Fußballbundes und weit darüber hinaus auf alle Fans bis hin zu uns Journalisten ausdehnen. Ein Umfaller beim Letzten der FIFA-Weltrangliste war so gesehen ein No-Go.
Gerade am Tag einer nationalen Tragödie fühlte es sich jedoch als das an, was es war: als Pflichterfüllung. Der Schmerz war auch in der Ferne in Serravalle zu spüren. Der geplante Fanmarsch der rot-weiß-roten Anhänger wurde kurzerhand abgesagt, dafür gut sichtbar per Transparent den Opfern des Attentats in Graz gedacht. Manchmal wird es vergessen, aber auch die Spieler sind nur Menschen, unter ihnen Familienväter. Sie wahrten den Fokus, obwohl das in dieser Situation bestimmt nicht einfach war.
Fußball ist an manchen Tagen jene Nebensache, die er sprichwörtlich ist. Vor allem eine schöne Nebensache. Gelingt nach der Pflicht die Kür, wird es auch wieder schöner.