David Alaba holte sich jede Menge Lob vom Teamchef ab für seine Leistung beim Comeback am Donnerstag. Für das Rückspiel gegen Serbien am Sonntag geht die Tendenz dahin, auf den Kapitän zu verzichten. Zumindest von Anfang an. Wie auch bei Xaver Schlager, der nach Verletzungspause im Hinspiel seine ersten Minuten gesammelt hat, versucht Ralf Rangnick die langfristige Entwicklung im Blick zu haben.

„Auch wenn wir personelle Engpässe haben, werden wir sicherlich nicht die Gesundheit eines Spielers wie David oder Xaver gefährden. Ihre Gesundheit steht über allem. Wir werden nichts über das Knie brechen, nur um dieses Spiel zu gewinnen“, sagt der 66-Jährige und hat dabei nicht nur die jeweiligen Vereine im Blick, sondern auch den Start in die WM-Qualifikation im Juni.

Die Personalsituation bleibt angespannt. Mit Christoph Baumgartner (Gehirnerschütterung) und Alexander Prass (Sprunggelenk) sind weitere Startelf-Kandidaten nicht mit nach Belgrad gereist. Bei anderen gilt es abzuwarten, wie sie die Strapazen des ersten Aufeinandertreffens verkraftet haben. Marko Arnautovic und Phillipp Mwene ließen etwa das Abschlusstraining aus. „Das lag an den Nachwehen des Spiels, aber ich gehe davon aus, dass beide einsatzfähig sein werden“, gibt Rangnick vorsichtig Entwarnung.

Welche Rolle bekommt Konrad Laimer?

Fehlt Alaba, ist Gernot Trauner der Favorit auf einen Platz in der Innenverteidigung. Fix beginnen wird der am Donnerstag gesperrte Konrad Laimer. Offen ist, wo der Allrounder zum Einsatz kommen wird. Der Bayern-Legionär wäre eine Alternative rechts hinten, falls Patrick Wimmer wieder offensiver benötigt wird. „Patrick hat sich auf jeden Fall für einen Einsatz empfohlen und wird spielen“, betonte Rangnick, ließ die Position aber offen.

Viel spricht dafür, dass Wimmer in der Defensive verbleibt. Laimer wurde im Nationalteam noch nicht in die Viererkette beordert und macht auch kein Geheimnis aus seiner Präferenz: „Am liebsten spiele ich im Mittelfeld: Ob offensiv oder defensiv bin ich sehr flexibel, weil ich die Rolle ohnehin so interpretiere, wie ich sie am besten spielen kann.“