Statistiken sind ja immer so eine Sache. Jene vor dem Sonntagsduell gegen Altach in der letzten Runde vor der Gruppenteilung zeigte aber zumindest schwarz auf weiß, dass Austria Klagenfurt in den letzten sieben Begegnungen gegen die Vorarlberger nie als Verlierer vom Spielfeld gegangen ist. Und das sollte auch so bleiben.
Bereits in der Anfangsphase war von Herantasten keine Rede. Die Hausherren präsentierten sich dominant und das zahlte sich aus, als Stürmer David Toshevski (5.) die Kärntner mit einem sehenswerten Volleyschuss aus der Drehung mit 1:0 in Führung brachte – ein Blitzstart. Doch was sich allerdings anschließend abspielte, war ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Waidmannsdorfer. Nur wenige Minuten nach der Austria-Führung hatte Altach die passende Antwort parat. Dijon Kameri (11.) sorgte prompt für den Ausgleich. Die Gäste drehten plötzlich die Partie binnen weniger Augenblicke mit einem Doppelschlag. „Wenn du so gut beginnst, war ich der Meinung, dass wir die Partie danach besser gestalten können, aber wir haben es verabsäumt, nachzusetzen und Altach spielen lassen. Das Abwehrverhalten bei den zwei Gegentoren war nicht vorhanden. Das war ein Schuss nach hinten“, verdeutlichte Trainer Peter Pacult, dem nach der Partie Ex-Schützling Andy Irving ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
VAR sorgte für ein lautstarkes Pfeifkonzert
Beim Treffer zum 1:2 war die Frage berechtigt, ob Lukas Fridrikas noch irgendwie vor der Linie am Ball gewesen war, oder doch wohl eher Austrias Jannik Robatsch (Eigentor/14.). Glasklar war hingegen der Lattenschuss von Leonardo Lukacevic kurz vor dem Pausenpfiff – da hatten die Klagenfurter ziemliches Glück. Dementsprechend ging es mit einem 1:2-Rückstand in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff sorgte der VAR für ein lautstarkes Pfeifkonzert auf den Zuschauerrängen. Da der VAR zu dem Zeitpunkt keine Bilder aus Kärnten empfangen konnte, musste das Duell kurzzeitig unterbrochen werden. Während an der Lösung des technischen Gebrechens gearbeitet wurde, hielten sich die Akteure am Feld mit Passspielen warm. Nach wenigen Minuten nahm das Match aber wieder Fahrt auf, nachdem in Wien Meidling wieder „das Licht“ angegangen war.
Zufrieden war Pacult allerdings nicht
20 Minuten vor Schluss zog Christopher Wernitznig vor etwa 2500 Zusehern aus rund 20 Metern ab – es entwickelte sich eine hitzige und kampfbetonte Partie – inklusive harter Einlagen der Altacher. Und wer kämpft, soll auch belohnt werden und so ließ Joker Philipp Wydra seine Teamkollegen in der Nachspielzeit jubeln. Nach diesem 2:2 bleiben die Klagenfurter gegen Altach weiterhin ungeschlagen. Zufrieden war Pacult allerdings nicht, wie er verriet: „Wir haben zwar den Ausgleich noch gemacht, der tut der Mannschaft und vielleicht auch den Fans gut, aber von zufrieden bin ich weit entfernt.“
Der Torschütze zum 2:2 sprach von einer „Fahrlässigkeit nach einem guten Start. Dann zittern wir uns in die Halbzeit, nach der Umstellung lief es mit Druckphasen besser. Ich bin froh, dass ich dem Team helfen konnte.“
Für die Bundesliga geht es nun in die Länderspielpause, in der auf die Violetten ein hartes Stück Arbeit wartet. Die Devise ist für den Tabellenneunten aber klar definiert: „Wir wollen so viel wie möglich Punkte machen und in Richtung Rang sieben oder acht tendieren. Es beginnt bei Null, wir müssen da hellwach sein.“ Zuvor wird getestet, und zwar am Donnerstag in Klagenfurt gegen Kapfenberg.