„Besch*****, aber nicht hoffnungslos.“ Auf die Frage, wie es in seiner aktuellen Gefühlswelt aussieht, antwortet Austria-Klagenfurt-Chefcoach Peter Pacult in gewohnt ehrlicher und direkter Manier. Er ist eben ein Trainerfuchs, der alles aus seiner Mannschaft herauskitzeln will und dementsprechend auch mit ihnen mitleidet. Das hat jene Aussage, „wer bei uns in Ballbesitz ist, ist derzeit der Ärmste“, bestätigt.
Allerdings stößt dem 65-Jährigen eine bestimmte Tatsache leicht auf, wie er erklärt: „Nach dem Sieg gegen den GAK wurde zu lange gejubelt und so funktioniert es nicht. Man kann nicht auf den nächsten Gegner vergessen. Aber ich bin generell nicht unzufrieden, es hätte definitiv schlimmer kommen können, wobei der ein oder andere Punkt auch mehr hätte sein können.“ Diesbezüglich betont er, „dass wir genau ein Spiel verloren haben. Wenn mir vor dem Start der Frühjahrssaison jemand gesagt hätte, dass wir in vier Partien fünf Punkte holen, hätte ich das unterschrieben, denn im Oktober, November hatten wir schon Probleme. Und klar fehlen in der Offensive manchen die nötigen Erfahrungswerte.“ Dass darüber hinaus neben dem ganzen Theater, das Sportliche untergehe, macht es freilich nicht leichter.
„Es geht ja um uns“
Die Prinzipien und Tugenden gegen den heutigen Gegner, den aktuellen Tabellenzweiten aus Wien, sind klar definiert: „Wir müssen kompakt stehen, fleißig gegen den Ball arbeiten, aber auch, dass wir mit dem Ball Sicherheit haben und gute Lösungen kreieren. Und dann heißt es mutig sein, die Bälle fordern und sich nicht verstecken.“ Demnach wird er weiterhin nicht die gegnerischen Mannschaften „zerklauben. Das hat nichts mit Desinteresse zu tun, aber ich kann andere nicht mehr analysieren, als das eigene Team, es geht ja um uns. Doch das ist der Lauf der Zeit, das werden wir auch überleben.“
Defensivchef Martin Hinteregger wird laut Aussagen des Wieners „mit seinem Knöchel durchbeißen. Er weiß, was er tut und er war auch derjenige, der in kürzester Zeit realisiert hat, dass die anderen Teams keine großen Zauberer sind.“
Die kommenden Wochen sind richtungsweisend – auf die Violetten warten nicht nur zwei, „sondern insgesamt zwölf harte Spiele. Mir war bewusst, dass es heuer schwierig wird. Es ist alles so knapp beisammen.“