Im Wörtherseestadion musste man beim Sonntagsspiel der Austria Klagenfurt gegen LASK Linz schnell auf seinem Sitzplatz sein. Die Gastgeber drückten gegen den LASK von Beginn an und ließen das runde Leder laufen. Drei Minuten waren gespielt, als Martin Hinteregger Solomon Bonnah alleine auf weiter Flur auf der rechten Außenbahn erspähte. Der Austria-Verteidiger spielte einen diagonalen Ball auf den Flügelflitzer und dieser erwischte LASK-Tormann Tobias Lawal, der auf eine Hereingabe wartete, am falschen Fuß. Der Ball segelte nach Bonnahs abgerissener Flanke ins lange Kreuzeck und er ließ sich zurecht feiern. In Minute 14 verteidigte die Defensive zu ungeschickt und der LASK nutzte das sofort aus. Valon Berisha zeigte, dass auch er Weitschüsse trainiert hat und zog an der Sechzehnerkante der Klagenfurter ab, 1:1.

Die Linzer nahmen ab diesem Punkt das Spiel in die Hand. Sascha Horvath verteilte im Mittelfeld die Bälle nach Belieben in Richtung Offensive und hatte dabei genügend Raum und Zeit zur Verfügung. In Minute 32 führte ein fataler Fehlpass von Thorsten Mahrer fast zum nächsten Gegentreffer der Gäste, ehe sein Defensivpartner Hinteregger die Situation bereinigte. Der Kapitän machte den Ausrutscher aber gleich wieder gut, schaltete sich im Umschaltspiel sehenswert ein und bediente Christopher Wernitznig, der einen Schritt zu langsam vor Lawal auftauchte. Mit einem Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.

In der Offensive fehlten oft die Ideen

Die zweiten 45 Minuten begannen turbulent mit vielen harten Zweikämpfen und die nächste Offensiv-Welle der Linzer ließ nicht lange auf sich warten. Wie so oft war aber vorerst bei Hinteregger Endstation. Im nächsten Moment tauchte Samuel Adeniran im Strafraum der Austria auf, sah Maximilian Entrup alleine vor Simon Spari und der Stürmer musste nur noch aus kurzer Distanz einschießen. Die Austria agierte offensiv oft zu hektisch, auch an Kreativität und Abschlussstärke mangelte es vor allem in den letzten Minuten. Das 1:2 blieb bis zum Ende bestehen.

Austria-Coach Peter Pacult hätte mit seinem Team gerne gepunktet: „Ich glaube, wir hätten mehr daraus machen können. Aber der LASK hat klar mehr Ballbesitz gehabt und zeigte seine Routine. An der Abschlussstärke wird immer gearbeitet, auch in dieser Woche wird es trainiert werden.“ Thorsten Mahrer fand am Ende ebenso klare Worte. „Es war keine gute Partie von uns, wir haben zwar nicht viel zugelassen, aber der LASK hat klar dominiert“, sagte der Kapitän nach der Niederlage.