Altach wartet auf die WölfeDem WAC stehen richtungsweisende Partien bevor

WAC-Torhüter Alex Kofler, der zuletzt bei seinem Saisondebüt eine weiße Weste behalten hatte, sieht keinen Grund zur Entspannung. Heute wartet mit Altach eine ungleich schwierigere Aufgabe.

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SOCCER - BL, WAC vs Admira
WAC-Schlussmann Alexander Kofler wird auch bei den Vorarlbergern zwischen den Pfosten stehen © GEPA pictures
 

Eine Fußballmannschaft ist nur so stark, wie das letzte Glied der Kette. Außer Streit gestellt wird, ob dreigliedrig oder aus vier Teilen bestehend. Gemeint ist eher die Torhüterposition. Ein Fehler führt zumeist zu Folgen für die Anzeigetafel. Zuletzt erfolgte beim WAC eine Rochade. Diese Möglichkeit wird manchmal auch genutzt, um neues Feuer zu entfachen. Mit Alexander Kofler ist das Trainer Robin Dutt geglückt. Die Lavanttaler siegten nach einem holprigen Start gegen Admira prompt ohne Gegentreffer. „Ich weiß nicht, ob das der Einfluss des Wechsels war. Es ist ja sicher nicht nur an der Goalie-Position gelegen, dass wir Punkte liegen gelassen haben. Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gezeigt“, zeigt sich Keeper Alexander Kofler zurückhaltend. Er hat den Platz von Manuel Kuttin übernommen.

Kofler, lange Zeit die unumstrittene Nummer Eins des WAC, blieb zum Saisonstart nichts anderes übrig, als Dutts Entscheidung gegen ihn und für Kuttin zu akzeptieren. „Der Trainer hat von einem Kopf-an-Kopf-Rennen gesprochen. Da habe ich geahnt, dass die Chance 50:50 steht. Jeder möchte natürlich spielen. Aber ich wollte dem Coach dann zeigen, dass er die falsche Entscheidung getroffen hatte“, erklärt der 34-Jährige. Sein eigenes (gutes) Verhältnis zu Kuttin hätte das in keiner Weise beeinflusst. „Alle versuchen, ihre beste Leistung abzurufen.

Vielleicht lag es aber eben an dieser tadellosen Einstellung Koflers, dass Dutt bereits nach vier Runden wechselte. Nicht nur der Schlussmann der Lavanttaler wird in den kommenden Runden unter Beobachtung stehen. Der WAC muss gegen Altach versuchen, den neuen Elan auf den Platz zu bringen. „Die nächsten Spiele sind für uns einfach richtungsweisend“, weiß Kofler um die Bedeutung Bescheid. „Ich bin aber nicht mehr 23, 24 Jahre alt, dass mich das zusätzlich unter Druck setzen würde“, lässt der Klagenfurter vorsorglich gleich wissen.

Wenn die Wölfe heute bei den Vorarlbergern gastieren, wartet die bisherige Überraschungsmannschaft auf sie. Trainer Damir Canadi hat das Team auf enorme Effizienz ausgerichtet. Dem ist man sich auch im Lavanttal bewusst. „Sie stehen relativ tief und überlassen dem Gegner mehr Ballbesitz. Allerdings sind sie im Konter brandgefährlich. Hier wittern sie ihre Chance“, analysiert der WAC-Goalie, der von seinen Vorderleuten fordert, in der Rückwärtsbewegung hellwach zu sein. Altachs Neuzugang Pape-Alioune Ndiaye wird gegen die Wolfsberger wohl noch nicht zum Einsatz kommen. Canadis Respekt ist jedenfalls groß: „Ich erwarte mir ein enges Spiel.“

 

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