Es ist Halbzeit in der Meistergruppe und der TSV Hartberg hat noch alle Chancen auf einen Europacup-Platz. Derzeit fehlen drei Punkte auf die Wiener Austria und Rang fünf – bei noch einem direkten Duell. Die Auftritte der Steirer beweisen, dass sich der TSV den Platz unter den „Großen“ der Bundesliga verdient hat.
Umso wichtiger wäre es also, wenn die Hartberger auch abseits des Spielfeldes einen Schritt in Richtung der ganz Großen machen. Mittlerweile ist an jedem Spieltag vor allem die Zukunft von Trainer Manfred Schmid Thema und weniger die starken Leistungen der Mannschaft. Dass ein Coach knapp ein Monat vor Vertragsende noch immer nicht über seine Zukunft Bescheid weiß, ist eines Bundesligavereins nicht würdig, erst recht nicht eines Meistergruppen-Klubs.
Hartberg muss in Sachen Kommunikation an das Niveau auf dem Rasen anschließen, überlegt handeln, schnell entscheiden und diese Entscheidungen klar kommunizieren. Sportlich hat Schmid alle Argumente auf seiner Seite; jetzt liegt es an den Klub-Verantwortlichen, ob sie es dem Wiener auch zutrauen, den „Hartberger Weg“ mitzugehen und mitzugestalten. Es mag Halbzeit in der Meistergruppe sein, aber es ist kurz vor Schlusspfiff in Sachen Trainerentscheidung.