Hartberg hatte nach einer ersten intensiven Trainingswoche beim ersten Testspiel gegen Unterligist Stiwoll, der das 50. Vereinsjubiläum feierte, erwartungsgemäß keine Probleme. 12:0 setzten sich Kapitän Jürgen Heil und Kollegen durch – und hätten noch deutlich höher gewinnen können. Marco Hoffmann traf drei Mal, Patrik Mijic erzielte vier Tore.
Aus Mangel an Innenverteidigern setzte Trainer Manfred Schmid, anders als am Ende der Vorsaison, auf eine Viererkette, statt mit drei Innenverteidigern zu spielen. Fabian Wilfinger und Björn Hardley kamen jeweils eine Hälfte zum Einsatz. 90 Minuten durfte sich Habib Anas Coulibaly präsentieren. Der 21-jährige Innenverteidiger von der Elfenbeinküste ist vereinslos und spielte zuletzt für die zweite Mannschaft von RCD Mallorca. „Er ist die ganze Woche schon da und auch die ganze nächste Woche dabei“, sagt Schmid. „Er macht einen guten Eindruck, ist körperlich gut und auch schnell.“
Zwei Innenverteidiger werden kommen
Das Spiel gegen Stiwoll lässt freilich keine Rückschlüsse auf das Leistungspotenzial des Ivorers zu. „Das Spiel hat wenig Aussagekraft, er war wenig gefordert. Aber man sieht, dass er schnell und zweikampfstark ist“, sagt Schmid. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Abwehrchef Paul Komposch geht Schmid davon aus, dass die Hartberger zwei Innenverteidiger verpflichten werden. Coulibaly ist da eine Option. „Aber wir haben einige am Schirm. Es ist dann letztlich auch eine Frage der Ausländerplätze.“
Schmid hat das Spiel in Stiwoll „Spaß gemacht. Sie sind viel gelaufen, haben sich viele Chancen herausgespielt“, sagt er. „Es ist klar, dass man solche Spiele ernst nehmen muss“, sagt der Trainer. „So viele Freundschaftsspiele sind nicht, da kann man sich präsentieren. Man kann sich Selbstvertrauen holen, das hat der eine oder andere genutzt.“
Bei Stiwoll stand übrigens Trainer Werner Riedl, Bruder von Hartberg-Klubsekretär Kurt Riedl, das letzte Mal in der Coachingzone. Riedl hat die Stiwoller aus der 1. Klasse in die Unterliga geführt.