Aus dem Zimmer eines Schladminger Luxushotels war kurz vor Mitternacht ein nicht ganz leiser Jubelschrei zu hören. Die Schweiz hat das Elfmeterschießen gegen Frankreich 8:7 für sich entschieden und sich für das Viertelfinale der Euro qualifiziert. Gregory Wüthrich und Zimmerkollege Stefan Hierländer verfolgten das Spiel vor dem Fernseher. Der Schweizer im Sturm-Trikot war begeistert und erzählt: "Das Spiel geht sicher in die Geschichtsbücher. Wenn du den regierenden Weltmeister mit so einem starken Kader raushaust, ist das eine unglaubliche Erfolgserlebnis. Die Freude in der gesamten Schweiz war unglaublich. Meine Freunde und meine Familie haben mir erzählt, dass die Hölle los war", erzählte Wüthrich. 

Der 26-Jährige fieberte noch intensiver mit den Eidgenossen mit. Der Grund ist einfach. Wüthrich: "Ich habe mit vielen Spielern zusammengespielt, da freust du dich dann doppelt." Kevin Mbabu oder Christian Fassnacht sind Freunde und ehemalige Mannschaftskollegen der Young Boys Bern. "Es war eines der besten Fußballspiele, die ich jemals geschaut habe, würde ich sagen. Es war so ein Auf und Ab der Gefühle, nicht nur für mich, sondern sicher auch für jeden neutralen Zuschauer. Es war ein Wahnsinnsspiel", sagt der Schweizer und fügt hinzu: "Ich bin stolz auf die Kollegen und für einen selbst gibt so eine Leistung Motivation.

Wüthrich spielte in allen Nachwuchs-Auswahlen der Schweiz, nur ein Einsatz in der Nationalmannschaft fehlt. "Das ist ein großes Ziel und ein großer Traum", sagte der Innenverteidiger und erklärt: "Ich könnte auch für Ghana spielen. Ich werde mich für jenes Nationalteam entscheiden, wo ich zuerst die Chance bekomme."