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Salzburg - Sturm 3:1Ilzer: "Die ersten zehn Minuten waren wir vom Gefühl her noch auf der Autobahn"

Sturm musste sich auswärts in Wals-Siezenheim mit 1:3 geschlagen geben. Patson Daka erzielte den drittschnellsten Hattrick der Bundesliga-Geschichte.

FUSSBALL: TIPICO BUNDESLIGA / MEISTERGRUPPE: RED BULL SALZBURG - SK PUNTIGAMER STURM GRAZ
Kelvin Yeboah (vorne) konnte keine Impulse setzen. © APA/KRUGFOTO
 

Der SK Sturm musste sich zum Auftakt in die Meistergruppe auswärts bei Tabellenführer Salzburg mit 1:3 geschlagen geben. Der Endstand war bereits nach 13 Minuten besiegelt. Patson Daka erzielte für die Bullen den drittschnellsten Hattrick der Bundesliga-Geschichte (3., 5., 11.), Amadou Dante betrieb früh Ergebniskosmetik (13.).

Patson Daka baute bereits in den Anfangsminuten seine Führung in der Liga-Torschützenliste (nun 23 Tore) weiter aus. Schon in der dritten Minute überrumpelten die Gastgeber die Sturm-Abwehr und Daka schob unter Jörg Siebenhandl zur Führung ein. Nur kurz später rauschte der Stürmer aus Sambia nach einer Flanke von Brenden Aaronson per Flugkopfball an und versenkte den Ball ins Netz.

Und die Daka-Festspiele gingen ungebremst weiter, in der 11. Minute brauchte der 22-Jährige die Kugel nur mehr über die Linie drücken, nachdem Rasmus Kristensen zuvor an die Stange geköpfelt hatte. Auf der Gegenseite verkürzte der aufgerückte Amadou Dante mit einem abgefälschten Schuss zwei Minuten später auf 1:3. Einige Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Jakob Jantscher nach einem harten Einsteigen Glück, nur Gelb gesehen zu haben.

Jörg Siebenhandl parierte Elfmeter von Patson Daka

In der zweiten Hälfte gingen die Bullen verschwenderisch mit ihren Chancen um, in der 53. Minute schob Daka den Ball alleine vor Siebenhandl am Tor vorbei. Wiederum nur wenig später klärte dann Jon Gorenc Stankovic einen Schuss von Mergim Berisha für seinen geschlagenen Torhüter.

Lukas Jäger, der von Christian Ilzer als Rechtsverteidiger aufgeboten wurde, brachte 20 Minuten vor Schluss Maximilian Wöber im Strafraum zu Fall, Daka verpasste es aber, seinen vierten Treffer zu erzielen und scheiterte an Siebenhandl. Die einzige nennenswerte Sturm-Chance des eingewechselten Kevin Friesenbichlers fischte Cican Stankovic mit einem sensationellen Reflex noch raus, so wurde es in den letzten Minuten, in denen Sturms Sandro Schendl zu seinem Kampfmannschafts-Debüt kam, nicht mehr richtig spannend. Sturm bleibt an der vierten Stelle in der Meistergruppe.

Sturms Verteidiger David Nemeth zeigte sich nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: "Es ist sehr bitter, wir hatten uns viel vorgenommen für das Spiel, das darf so nicht passieren." Nemeth trauert dabei auch den eigenen Chancen und insbesondere jener von Friesenbichler nach: "Wir haben das Tor gemacht, sind dann gut ins Spiel gekommen und haben gute Chancen vorgefunden. Wenn wir sie genutzt hätten, hätten wir das Spiel vielleicht drehen können."

Weitere Stimmen zum Spiel:

Christian Ilzer: "Es war ein hochverdienter Sieg von Salzburg. Sie haben uns am Anfang überrannt, danach haben wir das Spiel offener gestalten können. Die ersten zehn Minuten waren wir vom Gefühl her noch auf der Autobahn. Wir haben genau gewusst, was uns erwartet. Was wir von Minute 10 bis 90 gemacht haben, stimmt mit zuversichtlich."

Jörg Siebenhandl: "Mit den Fehlern haben wir es ihnen sehr leicht gemacht, da wird es dann schwierig, dass du nochmal zurückkommst. Danach haben wir eh nochmal probiert, den Anschlusstreffer zu erzielen, aber am Ende des Tages war es einfach zu wenig gegen Salzburg, wenn du so schnell Tore kriegst. Wir haben ein paar gute Aktionen nach vorne gespielt, aber es ist dann ein ganz anderes Spiel, wenn du schon 1:3 hinten bist und wir müssen schauen, dass wir auch bei einem 0:0 ein ausgewogenes Risiko haben und trotzdem zu Torchancen kommen."

Ivan Ljubic: "Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen, mit drei Chancen vom Gegner drei Tore bekommen. Aber ich glaube trotzdem, dass wir nach dem 0:3 eine gute Reaktion gezeigt haben und gleich das Tor gemacht. Wir haben bis zum Ende ganz gut mitgehalten, obwohl Salzburg die eine oder andere Chance hatte. Die ersten zehn Minuten dürfen so nicht passieren, aber danach war es ein gutes Spiel von uns. Wir können trotzdem etwas Positives aus dem Spiel mitnehmen."

Kommentare (9)
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Stubaital
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Sturm

Derzeit erkennt man keinen markanten Unterschied zum Vorjahr. Oberes Playoff geschafft, für weitere Schritte zu schwach. Siehe Angriff.
Wahrscheinlich wieder das Kanonenfutter im oberen Playoff.
Aber der Präsident hat schon verkündet ein Mitgliederklub zu bleiben.

haumioh
1
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Die ersten zehn Minuten ..........................

und die restlichen 80 min. beim nächsten Tattootermin

servus
1
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Sturm war anfangs zu blauäugig...

Wenn man mit Salzburg mitspielen will, muss man schon viel Glück haben, um nicht hoch zu verlieren....
Sturm muss man hoch anrechnen, dass sie die Nerven, nach dem 0:3, nicht weggeschmissen haben....
Jetzt kommt kein vermeintlich leichter Gegner mehr....
Der nächste Gegner ist immer der schwerste...

argus13
3
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Salzburg

ist eben normalerweise eine Klasse über Sturm. Gut dass es nicht mehr Tore gegeben hat. Fodas Entscheidung weder Stankovic noch Siebenhandl als Torhüter einzusetzen, war falsch! Beide spielen laufend in der Meisterschaft und mit beiden hätte es keine "Schlagerspiele" bei der Quali gegeben. Den Edelreservisten Pervan einzusetzen ist Unsinn. Ich hoffe, er ist nicht so stur und ändert Torhüter und Abwehr!

Ragnar Lodbrok
1
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Sturm kann froh sein, daß Salzburg

soviele Chancen vernebelt hat. Wie schell das geht hat uns der WAC vorgemacht. Aber zum Glück haben wir keinen Liendl...

Kicklgruber
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Sturm hat Charakter gezeigt.

Nach 11 Minuten mit 0:3 im Rückstand - das kann richtig übel ausgehen. Doch diese Mannschaft hat gezeigt, dass sie sich nicht aufgibt. Chapeau!

Entscheidend wird allerdings das nächste Spiel sein - daheim gegen Wattens. Da muss ein Sieg her. Sonst schaut es nicht gut aus für den weiteren Verlauf der Meistergruppe.

plolin
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Chapeau?

Wofür? Kann ich nicht nachvollziehen.

schteirischprovessa
9
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Deine Kommentare zeigen immer wieder, daß du keine Ahnung vom Fussball hast.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß du Kicklgrubers Chapeau nicht nachvollziehen kannst.

plolin
11
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Aha, da spricht der Klugschei.....,

der alles nur durch die schwarz/weiße Brille sieht.
Naja, solche gibt es in jedem Verein 😄