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13 Treffer, 16 GegentoreDie torlosen Spiele sind den Schützenfesten gewichen

Die Ära Ferdinand Feldhofer unterscheidet sich von jener seines Nachfolgers in einem Punkt sehr eklatant: die Tore auf beiden Seiten. WAC-Trianer Roman Stary muss die Probleme in der Defensive so schnell wie möglich in den Griff bekommen.

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Nicht zuletzt hat auch eine Serie von insgesamt sieben Spielen im neuen Jahr ohne Torerfolg den Druck auf WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer immer weiter erhöht. Die letztlich zur Trennung führenden menschlichen Querelen haben sich auch daran hochgearbeitet. Hinzu kommt, dass viele Fans dem Steirer schon in seiner ersten Saison vorgeworfen haben, zu defensiv zu agieren und die Wölfe ihrer eigenen Stärken und Tugenden zu berauben. Das unter Christian Ilzer eingeführte und von Vorgänger Gerhard Struber aus der Red-Bull-Schule verfeinerte Pressing wurde im Lavanttal vermisst. Auf den Rängen wie auf der VIP-Tribüne. Recht schnell wurde bei den Anhängern auf die Erfolge vergessen, die mit der Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League, der Aufstieg in die K.o.-Phase und das Erreichen des Halbfinales im ÖFB-Cup mit Feldhofer eingefahren wurden.

Nach dem Trainerwechsel und einem spielerisch beeindruckenden 4:0-Erfolg in Ried zum Auftakt von (Interims)-Trainer Roman Stary stellte sich schnell Bestätigung ein. Zu schnell, wie sich jetzt zeigt. Nach ziemlich genau einem Monat liegt die Bilanz bei zwei Siegen und zwei Niederlagen. Unfassbare 29 Tore sind in den vier Spielen seit dem Trainerwechsel gefallen. Ein Schnitt von 7,25 pro Partie. Allerdings hat man 16 Treffer kassiert und nur 13 erzielt.

Schon in den goldenen Zeiten von Real Madrid agierte man bei den Königlichen gerne nach dem Credo, bereitwillig zwei Tore zu kassieren, wenn man dafür regelmäßig vier schießt. Dieser Hurra-Fußball alleine wird den WAC nicht wieder zurück zu den alten Erfolgen bringen. Man qualifiziert sich nicht zwei Mal in Folge für einen internationalen Bewerb, weil man auf Teufel komm raus nach vorne stürmt. Dafür müssten in erster Linie die in einer unerklärbaren Häufigkeit auftretenden Schnitzer in der Abwehr abgestellt werden. In den Zeiten von Ilzer und  Struber und zu Beginn auch unter Feldhofer hatte man neben überragenden Einzelspielern auch ein intaktes Mannschaftsgefüge, den nötigen Kampfgeist und ein von allen verinnerlichtes System. Davon ist nichts zu sehen. Nicht nur beim Debakel gegen Rapid, sondern teilweise schon im gesamten Saisonverlauf.

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