„Die Feierlichkeiten halten noch immer an.“ Mit diesem Satz sorgte Michael Parensen in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“ um 18.15 Uhr für Schmunzeln. Der Sport-Geschäftsführer des SK Sturm verlor nämlich im Zuge der Feierlichkeiten der Grazer, die am Samstag den fünften Meistertitel der Klubgeschichte fixiert hatten, hörbar seine Stimme. In einer Außenstelle in Graz verbesserte sich das auch nicht mehr, obwohl mit dem Zaubertrank Milch und Honig noch versucht wurde, Besserung eintreten zu lassen. Weiter verbringen die Sturm-Mannschaft und die Mitarbeiter gemeinsam Zeit und feierten, nachdem man sich zum gemeinsamen Essen am frühen Nachmittag getroffen hatte.
„Ich war die ganze Woche voller Zuversicht. Das wollte ich für alle vorleben. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft immer da war, als es darauf angekommen ist“, sagte Parensen, der nach dem Ausgleichstreffer des WAC zum 1:1 am Samstag doch nervös wurde. Letztlich durfte er aber doch aufatmen, „obwohl mir das Herz zwischendurch schon etwas in die Hose gerutscht ist. So ein packendes Saisonfinale zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Herzlichen Glückwunsch auch an den WAC und Austria Wien.“ Auf die Frage im Gespräch mit der Kleinen Zeitung ob eventuell noch ein graues Haar mehr auf seinem Kopf gewachsen ist, verneinte er schmunzelnd: „Das ist bei mir ja gar nicht mehr möglich.“
Bereits beim Aufstieg mit Union Berlin in die Bundesliga 2019 war Parensen als „Partytiger“ bekannt. „Damals bin ich zwei Tage lang mit wechselnden Trikots ohne Duschen in Berlin unterwegs gewesen. In jeder Bar hat jemand irgendein Trikot von einem Traditionsklub mit mir getauscht. Aber damals war ich noch jung“, sagte der Deutsche grinsend. Diesmal wurde es etwas kürzer, wenngleich auch nicht weniger intensiv.
In Bezug auf die Zukunft hielt sich Parensen noch zurück. Verkäufe bzw. Abgänge gab er noch keine bekannt. „Wir werden nicht zittern. Wenn es Interesse für Spieler mit laufendem Vertrag gibt, werden wir Gespräche führen. Klar haben sich einige Spieler ins Blickfeld gespielt“, sagt Parensen, der nicht zu sehr in die Zukunft blicken will. „Jetzt über Ziele zu reden, halte ich für verfrüht. Aber klar sind wir ein sehr ambitionierter Klub.“ Und jetzt wird weitergefeiert....